Mrz 27

Woran erkennt man eine gute Tauchbasis?

Jedes Jahr, wenn im Frühling die Tage länger werden,  fassen einige Menschen den Entschluss, Taucher zu werden. Spätestens im Sommerurlaub fällt der Wunsch wieder ein und man sucht, nicht selten bereits vor Ort im Urlaub, eine gute Tauchbasis.

Ausbildung oder gebührenpflichtiges Versenken?


Tauchen ist ein Sport bei dem sich der Taucher in ein Umfeld begibt, in dem er nur durch den Einsatz von Technik überleben kann. Die Qualität der Ausbildung ist daher  von entscheidender Bedeutung.

Die nachfolgenden Punkte zeigen, wie auch ohne große Vorkenntnisse  die Qualität einer Tauchbasis bei einem kurzen Besuch und einem Gespräch beurteilt werden kann.

  1. Ordnung und Sauberkeit
    Ein Blick in die Räumlichkeiten der Basis zeigt schnell ob man es mit Profis zu tun hat. Im Kompressorraum ist Sauberkeit und Ordnung Pflicht (z.B. volle Flaschen stehen immer an einer bestimmten Stelle). Ein guter Indikator für Sorgfalt ist auch der Füllstand der Tauchflaschen. Wenn 200bar angekündigt sind, sollten auch 200bar bei der Messung angezeigt werden. Das gleiche gilt für den Sauerstoffanteil von Nitrox-Füllungen.
  2. Leih-Ausrüstungen
    Ein Blick auf das Leih-Equipment gibt ebenfalls Informationen darüber, wie ernsthaft eine Basis betrieben wird. Gute Basen haben oft Ausrüsterverträge, hier hängen meist zahlreiche gleiche Taucheranzüge eines Herstellers in diversen Größen. Das gleiche gilt auch für Tauchjackets. Ein bisschen Artenvielfalt schadet natürlich nicht, aber wenn überwiegend ältere Einzelstücke ein Flohmarkt-Ambiente verbreiten, steht an der Basis eindeutig der schnelle Euro im Vordergrund.
  3. Hygiene
    Atemregler werden direkt in den Mund genommen. Gute Basen erneuern für jeden Gast ohne Nachfrage die Mundstücke (Kosten 3,- Euro)  und ordnen einen Atemregler für die Dauer des Urlaubs fest einem Kunden zu.Füsslinge sind ebenfalls ein guter Hinweis auf die Hygiene an der Basis. Einige Basen reichen sie noch feucht und „lebend“ an den nächsten Kunden weiter, gute Basen desinfizieren die Füsslinge vor einer Weitergabe.

    Ein weiteres Thema sind auch die Spülbecken für die Ausrüstung: gute Basen haben mindestens getrennte Spülbecken für Atemregler und Füsslinge und Neoprenzeug.

  4. Tauchausbildung
    Die Inhalte von Tauchausbildungen sind verbandsspezifisch und nach ISO-Normen geregelt. Ich empfehle sich nach Möglichkeit vor Urlaubsantritt mit der Materie etwas vertraut zu machen. Tauchausbildungen für Anfänger sollten min 6-8h Theorieausbildung beinhalten. Nehmt Euch die Zeit und hört einfach mal 10 min bei einer laufenden Ausbildung zu.
    Auch unterwasser gibt es gute und schlechte Ausbildungen. Gute Lehrer vermitteln z.B. verschiedene Flossenschläge und helfen dem Schüler während der Tauchgänge die Wasserlage und die Bleimenge zu optimieren. Fragt einfach mal Schüler an der Basis nach diesen Punkten.
  5. Qualität der Tauchlehrer (TL)
    Die Qualität der Tauchlehrer ist einer der wesentlichsten Punkte. Ein guter TL sollte auch selbst ein Taucher sein und selber regelmäßig Tauchen gehen. Er sollte fürs Tauchen brennen, auf Höhe der Zeit sein und auch zu aktuellen Tauch-Trends (Atemgase, technisches Tauchen, Sidemount etc.) grundlegende Kenntnisse haben. Einstellmöglichkeiten von Tauchcomputern und die wesentlichen Parameter (wie z.B. ppo, MOD) sollte ein Tauchlehrer mühelos erklären können.
  6. Atemgase
    Moderne Basen bieten heute unterschiedliche Atemgase an. Während für einen Tauchgang pro Tag normale Pressluft völlig ausreicht, erhöht bei Mehrfachtauchgängen und sogenannten „Doppeldives“ Nitrox die Tauchsicherheit beträchtlich. Ein heikles Thema sind auch die Oberflächenpausen zwischen zwei Tauchgängen. Entweder taucht man direkt nach dem Flaschenwechsel wieder ab (10 min) oder nach einer min. 90 minütigen Oberflächenpause. Die weit verbreitete Praxis nach 30-40 min wieder abzutauchen ist, medizinisch gesehen, abzulehnen.
  7. Sicherheit
    Bei Ausfahrten mit dem Boot empfiehlt es sich nach einigen kleinen aber wichtigen Details zu fragen. Gute Tauchboote haben Trinkwasser an Bord. Wenn der Motor auf dem Wasser streikt, sitzen die Taucher schnell mal eine Stunde in der Sonne…  Weitere Verpflegung gibts auch an einigen Basen aber das ist dann schon Luxus.
    Wichtig ist auch eine Sauerstoffversorgung an Bord. Bei fast allen Tauchunfällen ist die Gabe von reinem Sauerstoff geboten. Die Frage nach einer eventuellen Rettungskette sollte auch ohne Stottern beantwortet werden können, ebenso wie die Frage nach weiteren Rettungsmitteln wie Funk und Leuchtmitteln für den Notfall (Raketen).
  8. Buddyteams
    Gute Tauchbasen machen an Land klare Ansagen, wann an welchem Tauchplatz getaucht wird. Das ist wichtig, da nur so bereits vor dem Tauchgang beurteilt werden kann, ob der Tauchplatz für die eigenen Fähigkeiten geeignet ist.
    Taucher haben z.B. in Abhängigkeit Ihrer Ausbildung Tiefenlimits, oder man benötigt einen Buddy in einem bestimmten Brevetierungsgrad (gesetzliche Vorschrift z.B. in Spanien).
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob Buddy-Teams bereits an Land zusammengestellt oder erst auf dem Boot „zugelost“ werden. Dieser Punkt zeigt, wie wichtig der Basis die Einhaltung von Tiefengrenzen und die Brevetierung von Tauchteams ist.
  9. Wetter, Absage von Ausfahrten
    Tauchen im Meer wird stark durch das Wetter beeinflusst. Ausfahrten bei Gewitter sind lebensgefährlich, daher sollten Ausfahrten an Tagen mit Gewitterneigung von der Basis abgesagt werden. Wind und Welle können auch das Tauchen an bestimmten Tauchplätze erschweren. Verantwortungsvolle Basisbetreiber verzichten dann auf die Ausfahrt oder bieten eine mögliche Alternative an. Fragt einfach mal nach, wie solche Fälle gehandhabt werden.

Natürlich gibt es viele weitere Details, die auch wichtig sind. Die hier genannten Punkte  sind aber besonders einfach zu sehen bzw. in einem kurzen Gespräch bei einem Basisrundgang zu checken.

 

 

Nov 17

wo ist Scootern erlaubt?

Die Scooter-Gewässerliste

Scooter

Scooter fahren ist ist leider nicht in allen Gewässern erlaubt. Gleichzeitig wird das Tauchen mit Scooter immer beliebter. Wir haben daher die Frage gestellt, in welchen Gewässern scootern erlaubt ist.
Die nachfolgende Liste gibt die Antworten von Tauchkollegen aus dem Internet wieder, eine Gewährleistung für die Richtigkeit bzw. die Gültigkeit können wir leider nicht übernehmen. Bitte schreibt Änderungen, Ergänzungen und weitere Gewässer einfach in den Kommentar, wir werden die Liste regelmäßig aktualisieren.

 

 

 

Deutschland und Nachbarländer

Gewässer (alphabetisch) Scootern erlaubt Datum des Eintrags
Adolfosee ja 11/2016
Ammelshainer See Ja 11/2016
Bergwerk Nuttlar nein 11/2016
Blausteinsee ja 11/2016
Bosmolenplaas, Panheel (NL) ja 11/2016
Brechtsee nein 11/2016
Deutsche Nordsee ja 11/2016
Deutsche Ostsee ja 11/2016
Elbsee nein 11/2016
Eyller See in Kerken ja 11/2016
Felsendome Rabenstein (Helm) ja 11/2016
Großer Bösinghovener See ja 11/2016
Heidesee Holdorf ja 11/2016
Hemmoor ja 11/2016
Hitdorfer See nein 11/2016
Horka nein 11/2016
Kalkbergwerk Miltitz nein 11/2016
Kulkwitzer See nein 11/2016
Möhnesee nein 11/2016
Nordhausen ja 11/2016
Polnische Binnenseen (PL) ja 11/2016
Polnische Ostsee (PL) ja 11/2016
See im Berg, Messinghausen ja 11/2016
Sorpesee nein 11/2016
Sparmann ja 11/2016
Starnberger See nein 11/2016
Steinbruch Miltitz ja 11/2016
Tauchbasis Geiseltalsee ja 11/2016
Tenderingsee ja 11/2016
Walchensee nein 11/2016
Wildschütz Ja 11/2016

Nov 13

Kurztest Divertug Scooter Mariner 528

DiverTug ScooterNachdem meine Grund-Taucherausrüstung langsam  meinen Vorstellungen entspricht, denke ich zunehmend über einen Scooter nach. Die Einkaufsliste sollte ja nicht leer werden 🙂

Vor ein paar Tagen las ich im Internet, daß Clemens Venmanns von den Niederrheintauchern  einen neuen Divertug Scooter hat. Ich habe Clemens daher gefragt ob er für unsere Seite einen Testbericht schreiben möchte. Clemens hat mich daraufhin spontan eingeladen den Scooter einfach mal selber zu tauchen…

Da ich bisher noch nie selber gescootert bin, fehlt mir bisher jeder echte Vergleich. Ich gebe daher lediglich meine Eindrücke wieder.

An einem trockenen, kalten Novembertag haben wir uns in Panheel zum Test getroffen. Clemens hatte für mich einen neuen DiverTug Scooter dabei. Nach kurzer Einweisung (Gasgeben, 1. Gang, 2. Gang, Verriegelung, Stop ) und dem korrekten Einstellen des Tampens gingen wir auch schon ins Wasser. Zu viert machten wir ein große Runde in Panheel die uns an vielen der dort versenkten Sehenswürdigkeiten vorbeiführte. Da ich nur hinterher fahren musste, konnte ich mich ganz auf das Scootern konzentrieren. Das Lenken ging nach wenigen Minuten fast von alleine, so daß ich den Tauchgang geniessen konnte. Gespannt beobachtete ich die Batterieanzeige, doch auch nach 70 Minuten in 7°C war der Status immer noch „grün“. Voraussetzung für das Vergnügen ist es jedoch, daß die Grundfähigkeiten des Tauchens (wie z.B. Tarieren) automatisch funktionieren.

Der Verkaufspreis liegt derzeit knapp unter 2000,- Euro.
Bezug über Clemens Venmanns oder den Fachhandel.

 

 

 

Nov 01

Erfahrungsbericht KWARK Unterzieher „Navy“

Seit geraumer Zeit hört man viel Gutes vom Unterzieher des polnischen Herstellers „KWARK„. Einige Taucher berichten von „sensationeller Isolierung“ andere Taucher frieren auch in diesem Anzug. Grund genug, einen Selbstversuch mit dem KWARK Unterzieher zu wagen.

Ausgangslage


Ich tauche einen Seaskin Trilaminat Trocki  mit einer Konfiguration im DIR-Style. Bisher hatte ich einen zweiteiligen DUI Unterzieher der mich für mich von der Isolierung ok war, der meine Beweglichkeit z.B. beim valvedrill aber schon deutlich eingeschränkt hat. In jedem Jahr beim Wechsel von Sommer- auf Winter-Unterzieher wurde mir dies deutlich bewusst.

KWARK UnterzieherAls sich in diesem Jahr der Sommer zu Ende neigte, habe ich erfahren dass man bei Frank von underwatertools.de KWARK Unterzieher jederzeit testen kann. Nach kurzem Email-Kontakt hielt ich nach wenigen Tagen einen KWARK „Navy“ in der Hand. Am darauf folgenden Wochenende fuhren wir nach Panheel um den Anzug unter echten Einsatzbedingungen zu testen.

Bei ersten Anziehen wird deutlich, dass die KWARK Anzüge sehr figurbetont geschnitten sind. Die Herstellerwebseite verrät dass dies zum einen die Isolierung verbessert und gleichzeitig den Mehrauftrieb (der ja mit Blei ausgeglichen werden muss) optimiert. So viel zur Theorie.

 

 

 

 

der erste Test

In Panheel steuerten Martin und ich zielsicher einen tieferen Bereich an um möglichst kaltes Wasser zu haben. Der Test ging bis 8°c, tiefer war die Wassertemperatur Ende Oktober dort nicht. Während des ca. 80 minütigen Tauchgangs achtete ich auf Kälteempfinden und Beweglichkeit, indem ich etliche Valve-Drills absolvierte.

kwark2Meine Kleidung bestand während des Tauchgangs aus dem Trocki, dem KWARK Unterzieher und Skiunterwäsche aus atmungsaktiver Multifunktionsfaser.

Testergebnis

Das wichtigste zuerst: ich habe die Isolierung als gut empfunden und zu keiner Zeit gefrohren. Mein Wärmeempfinden war ähnlich wie bei meinem bisher getauchten zweiteiligen DUI Unterzieher. Die Beweglichkeit ist für mich deutlich besser da der KWARK gefühlt dünner und elastischer ist.

Am Ende des Testtages stand für mich fest: ich kaufe mir einen Kwark!

 

gekauft!

Nach einigen Tagen hielt ich dann meinen eigenen KWARK Unterzieher in der Hand. Mein erster Tauchgang führte uns nach Messinghausen. Auch hier betrug die Wassertemperatur noch 8°C. Einige Tests mit dem Blei ergaben nur einen Mehrauftrieb von ca. 1,5 kg Blei (im Sommer tauche ich eine D12 ohne Blei). Auch hier war mein Wärmeempfinden und die Beweglichkeit wieder gut. Am Ende des Winters werde ich hier berichten wie sich der KWARK bei noch kühleren Temperaturen anfühlt.

 

Details zum Kwark Navy

  • einteiliger Unterzieher aus einem Fleece-ähnlichen Stoff
  • Kunststoffreissverschluss (von oben und unten zu öffnen)
  • drei Taschen (obere Tasche liegt direkt unter meinem quer-verlaufenden Trocki-Reissverschluss – optimal für Autoschlüssel)
  • sehr sauber verarbeitete Nähte
  • Auftrieb ca. 1-1,5 kg

 

Kwark Navy

sauber verarbeitete Nähte

Unterzieher Navy

drei Taschen und der Reissverschluss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtrag 12.11.2016
ich habe den Unterzieher inzwischen bei 7°C Wassertemperatur in Panheel beim Scootern (mit wenig Bewegung)  getestet. Auch nach 70 min war mir im KWARK mit Skiunterwäsche noch angenehm warm.

 

Okt 19

Erfahrungsbericht Yellow Diving Akku-Tanklampe LED 20 / 40Watt

Erfahrungsbericht Tanklampe Yellow Diving LED20 / 40Watt

Taucher die nach dem DIR-Standard tauchen, verwenden meist eine Tanklampe. Auch in Zeiten steigender Akkukapazitäten bringen Tanklampen einige Vorteile mit sich. Zum einen ermöglicht eine Tanklampe das Verstauen des langen Schlauchs (210 cm – longhose) hinter der Tanklampe, zum anderen ermöglicht eine große Akkukapazität längere Tauchgänge mit Licht oder auch den Betrieb weiterer Komponenten wie z.B. von Heizwesten.

Der Markt bietet etliche Hersteller mit einer großen Preisspanne. Mir ging es darum, eine Tauchlampe mit

  • einer mehrstündigen Brenndauer
  • einem auch in Trocki-Handschuhen gut fühlbaren Ein/Aus-Schalter
  • einer wählbaren Länge des Lampenkabels
  • einem unterwasser bedienbaren E/O Cord und einem
  • gut fokussierten Lampenkopf zu
  • einem guten Preis

zu bekommen. Die Preisspannen der Hersteller weichen im Bereich 500-2500 Euro erheblich voneinander ab.

yello1Beim Lampenkopf war es für mich entscheidend, eine gute fokussierte Lampe zu bekommen die eine Lampenkommunikation ermöglicht (mit hellem Spot), gleichzeitig aber auch soviel von der Umgebung beleuchtet (Flood) das man sieht wohin man taucht und Wetnotes oder Instrument gut ablesen kann.

Nach zahlreichen Recherchen und Befragung von etlichen Tauchkollegen, habe ich mich für den polnischen Hersteller Yellow Diving entschieden. Die angebotene Lampe deckte laut Beschreibung alle o.g. Anforderungen ab und hat mit 812,- Euro einen für mich akzeptablen Preis. Bei der Bestellung habe ich die Länge des E/O Cords mit angegeben.yello2

Im Lieferumfang war der Akkutank, der Lampenkopf mit dem E/O Kabel, ein Goodman Handle, ein Ladegerät und eine Bedienungsanleitung sowie eine Wollmütze mit Yellow Diving Logo.

Eine Tasche oder ein Koffer war nicht dabei.  Da ich einen Tauchkoffer einsetze, war das für mich nicht entscheidend.

Beim Tauchen in deutschen Gewässern schlägt sich die Lampe gut. Das Licht ist hell (nicht dimmbar) und hat einen klaren Fokus, der eine gute Lampenkommunikation ermöglicht.

yello5Für meine Anwendung ist die Helligkeit, der Fokus und die Licht-Korona bei der Lampe absolut alltagstauglich.

Nach dem Tauchen muss die Lampe über einen Schnapp-Mechanismus geöffnet und geladen werden. Der Ladezustand des Akkus wird am Lampenkopf seitlich über eine LED farbig angezeigt. Die Lampe hat an Bedienungselementen lediglich einen Schalter (an/aus) den es in einer Piezo und einer Kipphebel-Variante gibt.Ich habe mich für die Kipphebel-Variante entschieden, weil ich den Schalter auch in dicken Handschuhen gut ertasten kann.

Ich habe bis heute über 30 Tauchgänge ohne jegliche Beanstandung mit der Lampe gemacht.

Der Unterschied zu den wesentlich teureren Lampenköpfen liegt in der Fokussierung des Lampenkopfes und dem Stromverbrauch. Bei einigen Lampen ist auch die Fokussierung einstellbar (z.B. Halcyon) oder die Lichtstärke.  Ob man diese Dinge braucht, hängt stark vom Einsatzgebiet ab.

yello_ladenDas Laden des Akkus geschieht mit dem mitgelieferten Netzteil. Hierzu wird der Kopf der Akku-Einheit entfernt und die zwei farblich gekennzeichneten Stecker mit den ebenso farblich markierten Anschlüssen verbunden.

Die Ladezeit beträgt nach einen
90min Tauchgang gut zwei Stunden.

 

 

 

 

 

Sep 11

Tauchflaschen für DIR Taucher

Doppel-Tauchflaschen für DIR-Taucher

Taucher die nach dem DIR (doing it right Prinzip) tauchen, verwenden typischerweise Doppel-Tauchflaschen. Am Markt sind Doppelpakete in verschiedenen Größen und Arbeitsdrücken erhältlich. Der Einsteiger steht oft vor der Qual der Wahl, welche Tauchflasche nun die Richtige ist. Herstellerseitig bekommt man D7, D8,5, D10, D12, D15 und D18. Alle Tauchflaschen erhält man dazu mit einem Arbeitsdruck von 230 bar, teilweise auch mit 300 bar. Dazu gibt es inzwischen oft noch die Variante mit rundem Boden und konkavem Boden.

Bei soviel Auswahl gibt es leider auch eine Menge Möglichkeiten falsch einzukaufen. 

Was ist nun die richtige Flasche?


Ich bin selber bereits die Größen D7, D8,5, D10 und D12 getaucht und gebe hier meine eigenen Erfahrungen wieder. Das grundsätzliche Problem ist bei einigen Flaschengrößen der Trimm. Ich hatte z.B. bei der D7 und der D10 große Mühe mit dem Trimm da ich im Wasser extrem kopflastig war. Der Grund dafür ist, dass diese Flaschen relativ kurz sind und somit das Gewicht auf die obere Hälfte des Tauchers drückt, was zu Kopflastigkeit führt. Abhilfe schafft hier nur die Verlagerung des Bleis ans untere Ende der Flasche, was bei mir aber nicht zu vollends guten Ergebnissen führte. Entscheidend ist hierbei natürlich auch die eigene Körpergröße.
Eine perfekte Balance für mich (Körpergröße 1,84m) ermöglichen die Größen D8,5 und D12 (siehe Foto). Beide Pakete sind lang und verteilen somit das Gewicht auf eine große Fläche. Sie sind daher auch die DIR-Standardgrößen.

Der Flaschenboden – rund oder konkav?

Tauchflaschen für DIR TaucherDie D8,5 (links im Bild) tauche ich mit rundem Boden, die D12 mit konkavem Boden. Grundsätzlich gilt hier folgendes: runde Flaschen stehen nicht von alleine und sollten daher möglichst liegen. Konkave Flaschen stehen gut, was aber durch zusätzliches Gewicht (ca 1,5 kg pro Flasche) erkauft wird. Dieses zusätzliche Gewicht ist am unteren Ende  und verbessert in vielen Konfigurationen die Balance der Flaschen, da sie das Gewicht der Atemregler ausgleichen. Ich tauche meine D12 daher völlig ohne zusätzliches Blei. Hätten sie keinen konkaven Boden, müsste ich daher 3 kg Blei anbringen. In diesem Fall macht es also absolut Sinn, einen konkaven Boden zu wählen, da der Komfort nicht zu zusätzlichem Gewicht führt (andernfalls müsste ich ja das Blei tragen).

200 bar, 230 bar oder 300 bar?

Die meisten heute hergestellten Flaschen haben einen Arbeitsdruck von 230 bar. Einige (ältere) Modell sind bis 200 bar zugelassen. Etwas exotisch sind 300 bar Flaschen, die natürlich ein Drittel mehr Luft haben, was aber durch hohes Flaschen-Gewicht, 300 bar  Verschraubungen an der ersten Stufe erkauft wird. Dazu füllt längst nicht jede Füllstation auch 300 bar.Wer die Wahl hat, sollt zur 230 bar-Variante greifen.

 

Bevor mich jetzt viele Taucher anschreiben und von anderen Tauchflaschen-Größen überzeugen wollen: D8,5 und D12 sind DIR-Standard weil sie bei Standard Konfigurationen meistens zu den besten Ergebnissen führen.

Natürlich gibt es auch Taucher, die mit anderen Tauchflaschen-Größen vernünftig Tauchen können, das hängt nicht zuletzt auch von der Körpergröße, der weiteren Ausrüstung (Lampe, Atemregler etc.) ab. Wer jedoch ernsthaft ins technische Tauchen einzusteigen will, kommt an einer D12 auf Dauer nicht vorbei.

Jul 19

Erfahrungsbericht Tauchmaske Pro-Ear

Die Tauchmaske Pro-Ear von Oceanic soll das Ohr eines Tauchers schützen. Ich habe es ausprobiert. Hier mein Erfahrungsbericht:

Oceanic Pro-Ear

Oceanic Pro-Ear

Viele Taucher kennen schmerzhafte Entzündungen des Gehörgangs. Gerade in wärmeren Gefilden gelangen mit dem Meerwasser oft Bakterien ins Ohr die dort ein schmerzhaftes Eigenleben entwickeln. Doch auch kaltes Wasser schützt nicht vor Infektionen. Dauerhaftes Kaltwassertauchen kann mittelfristig zu einer Verknorpelung im Ohr führen.

Um all diesen Effekten wirksam vorzubeugen gibt es zahlreiche Tipps. Einige Taucher schwören auf Ohrentropfen vor und nach dem Tauchgang, andere empfehlen Ortoplastiken, die das Ohr weitgehend vor Wasser schützen sollen. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert aber ganz ohne eine Entzündung pro Jahr ging es bisher leider nie ab. Ich mache pro Jahr etwa 70-80 Tauchgänge, überwiegend in deutschen Seen und im Mittelmeer.

Nachdem die Worte meines Ohrenarztes mit jeder Entzündung kritischer wurden, habe ich mich entschlossen die Tauchmaske Pro-Ear von Oceanic auszuprobieren.

Die Pro-Ear Maske von Oceanic ist so konzipiert, dass die Ohren unterwasser trocken bleiben. Dazu verfügt die Maske über zwei Ohrenschalen aus Silikon, die die Ohren völlig abdecken. Diese Schalen sind mit einem flexiblen Schlauch mit dem Maskenkörper verbunden, so dass zwischen Maske und den Ohrenschalen ein Druckausgleich stattfindet.

Nachdem ich eine Maske gekauft hatte (Straßenpreis ca. 70-80 Euro) machte ich mich gespannt auf zum ersten Tauchgang. Im Wasser zog ich nun -anders als bisher-zuerst die Maske an und dann die Kopfhaube darüber.

Ich habe mir inzwischen auch die passende Kopfhaube (Preis ca. 40-50 Euro) zugelegt, da eine normale Kopfhaube im Bereich der Ohren etwas absteht.

Hier mal im Bild die einzelnen Phasen beim Anziehen:

ProearBeim Abtauchen fühlte es sich gut an: die Ohren blieben wirklich trocken und gefühlt ging der Druckausgleich leichter als sonst. Sehr ungewohnt ist das Hörempfinden unterwasser: ich höre besser und man nimmt z.B. das Blubbern des eigenen Jackets viel stärker wahr.

Der Tauchgang war lang (86 min) mit vielen Tiefen-Wechseln im 5-12m Bereich. Alle Druckveränderungen gingen problemlos und die Ohren blieben völlig trocken. Ich habe testweise die Maske einige Male geflutet, das Ausblasen ging wie gewohnt.

Link zum Hersteller

Jul 17

Tauchplatz Elbsee, Hilden

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Der Elbsee in Hilden

Der Elbsee in Hilden (NRW)

In NRW, in der Nähe der A46 befindet sich in Hilden, direkt vor den Toren Düsseldorfs der Tauchplatz Elbsee. Der Elbsee ist wie viele Seen in dieser Gegend durch Kiesgewinnung entstanden. Heute hat der 89 ha große See eine maximale Tiefe von ca. 22m und bietet neben reichhaltigem Bewuchs viele verschiedene Fischarten.

Im Ruhrgebiet werden viele Gewässer häufig betaucht, was sich leider oft auch sichtbare Spuren in der Unterwasserwelt hinterlässt.
Der Zutritt zum Tauchplatz Elbsee ist reglementiert. Zutritt haben nur Mitglieder der ansässigen Tauchclubs, was der Qualität des Gewässers sichtbar gut tut.

Einstieg am Elbsee

komfortabler Einstieg am Elbsee

Die Einstiege sind sehr gut ausgebaut, man wird direkt an Hemmoor erinnert. Im Wasser sahen wir einen schönen Bewuchs und zahlreiche Fische. Das Highlight war ein grosser Hecht, der im Seegras auf Beute lauerte.

Darüber hinaus gibt es gute Übungsplattformen auf 5 und etwa 10m Tiefe.

Unser Fazit: ein sehenswerter Tauchplatz

Mai 06

Erfahrungsbericht DIR-Wings – Halcyon vs DIRZONE

 

DIR-kompatible Wings

DIR-kompatible Wings gibt es inzwischen von zahlreichen Herstellern. Die Komplettpreise für ein Harness mit Blase variieren im Handel im Bereich von 100-200 Euro. DIR-Kompatibilität versprechen alle Hersteller, woher kommen also die Preisunterschiede?

Auch ich habe mir die Frage gestellt, ob ein HALCYON oder ein Wing von DIRZONE die bessere Wahl ist. Nachdem ich nun mit beiden mehr als 50 Tauchgänge gemacht habe, hier mein ganz persönlicher Erfahrungsbericht. (Inzwischen gibt es noch weitere Hersteller auf dem Markt wie z.B. Tecline)

Halcyon (USA) ist die Marke des DIR-„Erfinders“ Jarrod Jablonski. Die Marke ist der Platzhirsch bei den DIR-Ausrüstern. Aus europäischer Fertigung sind die DIRZONE Produkte, die ebenfalls 100%i dem DIR-Standard entsprechen.
Legt man die Harness nebeneinander gleichen sie sich tatsächlich wie ein Ei dem anderen. Alle wesentlichen Maße sind identisch, so dass man z.B. auch Teile der Hersteller problemlos miteinander kombinieren kann (z.B. Halcyon Harness an Dirzone-Blase). Die reine Funktionalität ist exakt gleich, beide sind sehr gut verarbeitet und erfüllen ihren Zweck. Will man echte Unterschiede finden, hilft nur ein Blick auf die Details.

 

Die Schnallen

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Beide Hersteller verwenden Edelstahlverschlüsse von ähnlicher Qualität. In die Halcyon-Schnalle ist das Firmenlogo eingestanzt, die Schnalle von Dirzone ist ohne Logo.

 

 

 

 

Gurt und D-Ringe

hal1dir2Die Gurtbänder unterscheiden sich nicht nur in der Optik. Beide Gurte fühlen sich haltbar und wertig an, das Halcyon-Band ist dabei dünner, geschmeidiger und etwas weicher als das Gurtband von Dirzone.

Beide D-Ringe sind gut verarbeitet, der Inflatorhalter ist bei Halcyon ist ein Gummiband, bei Diazone ein Stück Bungee.

 

 

Die Blasen

dir4 hal5Beide Blasen sind gut verarbeitet. Wie bereits beim Gurt ist die Halycon Blase etwas weicher. Die Ventile funktionieren bei beiden Blasen sehr gut.

Mein Eindruck ist, dass die weiche Blase die Nutzung des Zweitablasses ein bisschen vereinfacht, da die Blase ja bei gutem Trimm am Bändchen des Ventils etwas nach oben gezogen werden muss.

 

 

Die Inflator

 

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hal6Die Inflator haben exakt die gleichen Bedienelemente. Der Halcyon Schlauch ist etwas breiter als der Schlauch des Dirzone Jackets. Beide lassen sich gut dosieren und sind sehr langlebig und robust.

 

 

 

 

Apr 08

GUE Fundamentals – Erfahrungsbericht (3)

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Tag 3

Das zweite Kurswochenende fand in Holland in Panheel am Tauchplatz Boschmolenplas statt. Der Tauchplatz hat ganzjährig gute bis sehr gute Sichtweiten. Wir begannen den Tag mit dem Übungen zum S-Drill auf dem Parkplatz. Anschliessend ging es zum ersten Tauchgang ins Wasser. Ab jetzt wurde das volle Programm geübt: Flossenschläge, Tarierung, Trimm, Gasspende und diverse Stopps in unterschiedlichen Tiefen. Damit es uns nicht zu einfach wurde, fand ein Großteil der Übungen bei knapp 3m-5m Tiefe statt. Unsere Tarierung wurde spürbar besser, aber einzelne komplexe Situationen zeigten uns auch wieder unsere Grenzen auf. Nach gut 60min ging es zum Flaschenfüllen und nach einer weiteren Theorieeinheit wieder zurück ins Wasser. Zu den Übungen vom Vormittag kam nun noch der Valvedrill hinzu. Wieder wurde das volle Programm geübt bis unser Minimumgas erreicht war. Gemeinsam ging es nun ins Hotel, wo wir die Videoaufnahmen unserer Tauchgänge analysierten. Unsere guten Passagen wurde zwar immer länger, aber ab und zu hatten wir immer noch Übungen die noch Luft nach oben hatten. Mit der Frage im Kopf, ob es wohl zum Bestehen des Kurses reichen würde, gingen wir früh ins Bett.

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Tag 4

Am Sonntagmorgen ging es mit der letzten neuen Übung, dem Bojeschiessen weiter. Erst Trockentraining an Land, dann ging es wieder ins Wasser. Die Übungen umfassten wieder alles zuvor gelernte, teilweise in Kombination wie z.B. Bojeschiessen und Auftauchen mit zwei Stops  bei laufendem out of gas – Szenario. Unsere Grundordnung war nochmals spürbar besser, aber vereinzelt klappten Übungen wieder noch nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Die GUE_drillsAnforderungen waren an diesem Tag in Summe nochmal höher. Meine Zweifel am erfolgreichen Abschluss wurden größer. Der letzte Tauchgang kombinierte dann nochmal alles vorher trainierte. Als Sven das letzte Zeichen zum Auftauchen gab, waren wir froh, dass wir es geschafft hatten. Doch wie war das Ergebnis? Vor den Endergebnissen gab es nochmal ein Video-Analyse bei der Sven uns weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigte.

Kurz darauf bekamen wir abschliessende die detaillierte Einzel-Beurteilung: Wir hatten beide bestanden. 🙂

 

 

Fazit

 

 

Mein Fazit ist eindeutig: ich habe noch nie vorher bei einem Kurs soviel in so komprimierter Zeit gelernt. Trotz meiner gut 400 Tauchgänge habe ich jetzt erstmalig eine realistische Einschätzung, wo ich wirklich stehe. Bei vielen Fähigkeiten die ich vorher bei mir als absolut solide eingeschätzt habe, hat mir der Kurs offenbart, wie schnell durch Kleinigkeiten die Grundfähigkeiten wie Tarierung und Trimm verloren gehen können.

Eine weitere Erkenntnis war, dass das DIR-System nur vollständig angewendet funktioniert. Ich habe mir vor dem Kurs auch einzelne Dinge aus dem DIR-System herausgegriffen und für MIR-konform erklärt, heute weiss ich, dass es sehr durchdacht ist und nur vollständig angewendet richtig funktioniert.

Wer diesen Kurs bucht sollte bereit sein, die GUE Philosophie offen anzunehmen. Ich habe vorher auch gedacht, dass ich viele Dinge schon kann, was sich in vielen Dingen als falsch herausgestellt hat.

 

„always look cool“

So lautet eine der Grundprinzipien der Ausbildung. Gemeint ist damit, dass man seine Tauchausrüstung am Körper jederzeit aufgeräumt halten sollte, bis man sie wieder ablegt. Das bedeutet zum Beispiel dass Atemregler weggeklappt sind und daß das Lampenkabel ordentlich unter dem Hüftgurt verstaut ist.
Sicherlich kann man auch hierzu unterschiedliche Sichtweisen haben, wer jedoch schon mal an einer beliebigen Basis gesehen hat, wie Atemregler unbeabsichtigt durch den Sand geschleift werden, wird mir zustimmen, dass auch diese Regel letztlich einen echten Sicherheitsgewinn darstellt.

 

„Never dive with strokes?“

Vorab: diese Regel wurde uns im Kurs nicht vermittelt, da sie aber hartnäckig zitiert wird möchte ich kurz darauf eingehen.
Auch in meinem Freundeskreis kam dennoch schnell die Frage auf ob ich jetzt zukünftig nur noch mit GUE Buddys tauche. Die Antwort ist „nein“.

Natürlich werde ich weiter auch Fun-Dives mit Tauchern aus anderen Verbänden und mit anderer Ausrüstung machen. Anspruchsvolle Tauchgänge werde ich wie bisher nur mit Leuten machen, auf die ich mich verlassen kann. Die Messlatte, auf wen man sich verlassen kann, hat sich für mich durch diesen Kurs aber verändert.

Um besser zu werden, werde ich zukünftig öfter mit GUE-Buddys abtauchen.
Da der Fundamentals Kurs ja eine Grundausbildung ist bin ich fest entschlossen, noch weitere GUE Kurse zu besuchen.

 

würde ich es wieder tun?

Sven Nelles war als Ausbilder eine exzellente Wahl. Er hat uns bis zum Ende gefordert, der Spass kam aber nie zu kurz. Ich würde sofort wieder einen Kurs bei Sven buchen. Die Organisation war sehr gut und aus meiner Sicht den Preis absolut wert. Wer es lernen will besser zu tauchen und nicht auf ein leichtes Plastikkärtchen aus ist, ist hier absolut richtig!

Bei weiteren Fragen, könnt ihr mich gerne direkt kontaktieren unter huey(at)lostplacediver.de

bis dahin „always look cool“ 🙂

 

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