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Feb 02

Der Weg zum Trockentaucher

Ein Selbsterfahrungbericht (Huey )

Januar 2014
Bisher bin ich nur nass oder halbtrocken getaucht. Seit sich unsere Tauchgänge im kalten Wasser und vor allem in kalter Umgebung häufen, kam bei mir der Wunsch auf nach mehr Komfort. Unterwasser habe ich mich in meinem Hollis 7mm Halbtrocki auch immer wohl gefühlt aber beim Umziehen …

Whites

Da wir ohnehin noch größere Dinge in der Planung haben wie z.B. Wracktauchen in der Ostsee habe ich mich entschlossen nun einen Trocki zu kaufen. Auf der Boot 2014 nach ausgiebiger Literatur-Recherche, Beratung und vielen schweisstreibenden Tests habe ich dann einen Whites Trockentauchanzug (made in Canada) erstanden.

huey_trockiDie Trockentauchanzüge von Whites haben eine Besonderheit: über dem Trilaminat ist eine stretchartige Gewebeschicht die verhindert, dass sich der Trocki unterwasser stark aufbläst. Das Stretchgewebe sorgt also dafür, dass der Trocki immer möglichst eng anliegt.

Passend dazu gab es zwei Unterzieher: ein Fleece-Unterzieher „für wärmere Temperaturen“ und ein Subgear Unterzieher „für kaltes Wasser“. Nach einigen An- und Ausziehtests zu Hause sollte es ins Wasser gehen.

Die Frage war nun: brauche ich wirklich einen Kurs fürs Trocki-Tauchen?

Mit 292 Tauchgängen fühlte ich mich eigentlich erfahren genug es ohne Kurs zu probieren. Ich habe mir daher das Buch „Trockentauchen“ (Handbuch Trockentauchen: Kompaktes Wissen für Sporttaucher, ISBN-10: 344010981X) gekauft und die Übungen für Trockianfänger gelesen)

Februar 2014

Direkt Anfang Februar sind wir dann ins Tauchcenter Nullzeit nach Duisburg gefahren. Dort ist das Wasser nur 11° C und man kann auf bis zu 6,5m Tiefe gut Tarieren üben und die richtige Bleimenge ausprobieren.

Ich war gespannt: würde ich mich wirklich wie ein Anfänger fühlen? Lars und ich hatten ein paar Handzeichen vereinbart, damit er mir im Fall der Fälle helfen konnte.
Gespannt stieg ich mit Lars ins kalte Wasser und fühlte mich gut. Ich tauchte mit meinen üblichen 4 kg Blei ab und… es fühlte sich eigentlich so an wie immer.

Ein paar Tarierübungen später hatte ich mich an Lage und Funktion der Apeks-Ventile gewöhnt. Ich traute mich nun auch an die Handstand-Übung. Deutlich spürte ich wie sich die Luft in meinen Beinen sammelte als ich mit dem Kopf in Richtung Grund ging. Kurz angehockt und dann mit Schwung ging es wieder in die normale Tauchlage…kein Problem.
Auch das austarierte Schweben in unterschiedlichen Tiefen fühlte sich an wie immer.

Beim zweiten Tauchgang habe ich dann noch den ganz dicken Unterzieher ausprobiert, auch jetzt war Tarierung kein Problem. Lediglich die Bleimenge war jetzt mit 4 kg zu knapp so dass Lars mir mit einem Kilo aushelfen musste.

Glücklich und warm ging es nach zwei langen Testtauchgängen im Dunkeln wieder nach Hause. Die Fortsetzung erfolgt hoffentlich in den nächsten Tagen in einem See. Ich werde berichten wie es weitergeht.

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