Apr 01

Lostplacediver @ Hemmoor März 2015

Lostplacediver Hemmoor Tour (19.-22. März 2015)

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Martin

Im März 2015 war es soweit: wir waren zum ersten Mal an Deutschlands meist prämierten Tauchplatz. Voller Erwartung aber auch mit Respekt im Gepäck machten wir uns auf nach Hemmoor. Der März war kalt aber sonnig, Lufttemperatur 6°, Wasser knapp 5°C.  Bereits am Donnerstagabend bezogen wir unsere gemütliche Hütte und statteten den verschiedenen Tauchplätzen einen ersten Besuch ab.hem9 Die vorhandene Infrastruktur mit Anrödeltischen und sehr komfortablen Einstiegen macht deutlich, warum Hemmoor in Taucherkreisen so beliebt ist.

Voller Vorfreude sprangen wir am nächsten Morgen in unsere Trockis. Bei Einstieg1 begannen wir die Erkundung Hemmoors. Bereits nach wenigen Metern waren wir beeindruckt von der Klarheit des Wassers und Lars konnte seine neue Kamera ausgiebig testen. Nach ca. 10 Minuten blickten wir in ca. 20m Tiefe zum ersten Mal den Abhang hinunter in die blaue Tiefe, die erst bei ca. 65m endet.

Hemmoor ist kein Spielplatz für Taucher mit wenig Erfahrung. Das Wasser ist immer kalt, auch im Sommer hat es hier ab ca. 10m Wassertemperaturen von max 10°C. In der Tiefe herrschen ganzjährig einstellige Wassertemperaturen. Auch das Tarieren sollte man perfekt beherrschen, bevor man sich an Tauchplätze wie den Rüttler (Einstieg 3) heranwagt.  An allen Einstiegen gibt es Hinweise wie eine Rettungskette im Fall der Fälle einzuleiten ist und wo sich die nächste  Erstversorgung mit Sauerstoff befindet.

Wir hatten uns zu Hause vorgenommen, sämtliche Attraktionen (Rüttler, Piper, Autowracks etc.) oberhalb von 40m zu betauchen. Das ist uns in den drei Tagen nicht gelungen. Dies lag zum Teil an der knappen Zeit aber auch an den anspruchsvollen Tauchplätzen in Kombination mit den Umweltbedingungen (Wassertemperatur, Helligkeit, Sicht). Hemmoor zeigt jedem, der ein waches Auge hat, seine Grenzen auf – wir werden weiter trainieren und dann zurückkommen.

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Wir hatten tolle Tauchgänge im herrlich klaren Wasser, aber aufgrund der Temperaturen waren wir trotz Trocki und dickem Unterzieher meistens nach einer Stunde wieder an der Oberfläche.

Die Wege zu den einzelnen Einstiegen können schon recht lang sein – unser Geheimtipp ist der Einstieg „E4b“. Der Einstieg erfolgt hier über eine kleine Sandbucht bevor die Unterwasserlandschaft hier in größeren, bewachsenen Stufen abfällt. Damit die Flaschen nicht getragen werden müssen, kann man für 4,- Euro pro Tag Bollerwagen ausleihen, die für je zwei Flaschen mit Jackets reichen.

Die Hütten am Kreidesee sind gemütlich, die Heizungen (Radiatoren) sind aber bei Aussentemperaturen von 6°C etwas unterdimensioniert. Auf Nachfrage bekamen wir noch einen Heizlüfter dazu, mit dessen Hilfe wir dann auch eine gemütliche Wärme im Wohnraum erreichten.hem0

Die Luftversorgung in Hemmoor ist auf zwei Stellen (mit unterschiedlichen Anbietern) verteilt. Bei der Anmeldung gibt es Pressluft, direkt gegenüber ist der Anbieter für technische Gase. Hier gibt es Nitrox und Trimix in vielen Variationen. Da die Luft in der Anlage gemischt wird, wird auch Nitrox in Tauchflaschen mit einem normalen Gewinde gefüllt. Auch dieses Angebot ist schwer zu toppen!

Zur Versorgung mit Lebensmitteln gibt es auf dem Gelände des Kreidesees einen kleinen Supermarkt. In Hemmoor selbst sind etliche große Supermarktketten vertreten, so dass man keine Lebensmittel mitbringen muss.

Unser Fazit fällt durchweg positiv aus – eine vergleichbare Infrastruktur findet man an wohl keinem anderen Tauchplatz in Deutschland. Das Wohnangebot direkt am Kreidesee umfasst einen Campingplatz auf dem man zelten oder in Wohnwagen übernachten kann. Darüber hinaus gibt es die Holzhütten die gut ausgestattet sind und zum Teil sogar Trockenräume bieten.

Eins ist daher sicher: wir werden wiederkommen!

 

 

Hinweis: Ein Klick auf die Fotos vergrößert sie.

 

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