Mrz 23

GUE Fundamentals – Erfahrungsbericht (1)

GUE

 

GUE – die Global Underwater Explorers stehen weltweit für erstklassige Ausbildung nach dem DIR System (DIR=doing it right – mache es richtig). Die Qualität der Ausbildung ist in informierten Taucherkreisen unbestritten. Man kauft beim GUE Fundamentals kein Brevet sondern eine Ausbildung. Das Brevet muss man sich hier mit nachgewiesener Qualität echt verdienen. Der Basiskurs „GUE Fundamentals“ enthält Themen und Übungen, die bei anderen Ausbildungsorganisationen nicht mal gestreift werden.

GUE Fundamentals

Kursbestandteil sind u.a.  Flossentechniken, Tarierung und Trimm eines Tauchers. Darüber hinaus taucht man bei GUE nicht einfach seine Flasche leer, sondern lernt wie man Gasverbrauch, Tauchzeit und Tiefe vorher vernünftig plant. Das Ziel dieses Kurses ist die echte Ausbildung der Basis -Skills, nicht der Verkauf von Plastikkarten.

GUE kommt aus den USA und das merkt man dem Ausbildungsplan an vielen Stellen auch an. GUE setzt auf Standard-Prozeduren, wichtige Übungen wie „out of gas“-Szenarien oder der „valve drill“ werden solange geübt, bis die erforderlichen Schritte völlig automatisiert ablaufen. Diese Vorgehensweise führt in Deutschland oft zu Vorurteilen wie „GUE ist wie Sekte“ und „zu dogmatisch“. In USA ist diese Art von Training Standard: die US-Marines trainieren so und auch wesentliche Notfallszenarien in der IT Branche laufen so ab. Die Erfahrung in vielen Bereichen zeigt, dass solche Prozeduren nur dann verlässlich in Stress-Situationen funktionieren, wenn sie weitgehend automatisch, d.h. ohne große Überlegung des Tauchers ablaufen. Darüber hinaus  setzt GUE auf weitere Normen: Nitrox 32 ist z.B. das Standard-Gas. Hierauf bauen weitere (Vereinfachungs-)Regeln auf, die eben genau mit diesem Mix gut funktionieren. Eine solche Normierung über ein Tauchteam vereinfacht die weitere gemeinsame Vorgehensweise z.B. bei der Planung von Null- oder Deko-Zeiten. Wer sich bei GUE anmeldet, muss diese Grundphilosophie, über eine weitgehende Standardisierung komplexe Abläufe zu vereinfachen, akzeptieren.

Wo stehe ich?


Nach über 400 Tauchgängen (davon etwa 100 im Kaltwasser) wollte ich wissen, wo ich mit meinen taucherischen Fähigkeiten wirklich stehe. Mit 53 Jahren und einer guten Portion Erfahrung interessierte es mich, wie es sich anfühlt einen GUE Kurs zu machen.
Ich habe mich daher bei Sven Nelles, einem GUE Instruktor für den ersten Kurs, den GUE Fundamentals angemeldet. Hierzu sind gute Englisch-Kenntnisse hilfreich. Der Kurs ist komplett in deutscher Sprache mit deutschen Unterlagen, einige ergänzende Texte sind nur in englischer Sprache erhältlich.

Anhand der zahlreichen Unterlagen habe ich dann begonnen, mich auf den Kurs vorzubereiten. Nach der Überweisung der GUE-Anmeldegebühr und der Kursgebühr konnte ich dann die Kursunterlagen im Internet herunterladen. Das Abenteuer hatte begonnen…

Das Ziel

Man kann den Kurs mit REC (recreational = Sporttaucher) oder TEC (technical= technischer Taucher) bestehen. Bei REC sind die Anforderungen an die Qualität der Tarierung, des Trimms und auch der Ausrüstung etwas geringer. Wer ins technische Tauchen einsteigen will muss zwingend die TEC Zertifizierung anstreben, da z.B. weiterführende Cave-Kurse (Höhlentauchen) auf der TEC-Zertifizierung aufbauen.

Man kann den Kurs

  • bestehen,
  • mit Auflagen bestehen oder
  • durchfallen.

Im Falle von Auflagen erhält man Gelegenheit an seinen Schwächen zu arbeiten und die Prüfung innerhalb von sechs Monaten gebührenfrei erneut zu versuchen.

GUE FundamentalsZur Vorbereitung musste ich zunächst meine Tauch-Ausrüstung um einige Teile ergänzen. Meine Schlauchkonfiguration habe ich nach den DIR Standards leicht modifiziert und dann mit der kompletten Ausrüstung einige Übungs-Tauchgänge gemacht. Im Schwimmbad habe ich getestet, ob ich gut an die Ventile komme und einige Tarier-Übungen trainiert. Da die Prüfung auch einen Fitnesstest beinhaltet, habe ich auch diese Prüfungsteile mal im Schwimmbad getestet. (die Vorgaben waren für mich aber locker zu schaffen)

Für die allgemeine Fitness laufe ich seit einem halben Jahr dreimal pro Woche mindestens 5 km, das Rauchen habe ich bereits vor 4 Jahren eingestellt. Aus meiner Sicht konnte der Kurs kommen…

Mein Kurs lief über zwei Wochenenden an insgesamt vier Tagen. Der Stundenplan versprach viel Stoff und einen stetigen Wechsel zwischen Theorieeinheiten, praktischen Übungen (drills) und Tauchgängen.

In den nächsten Folgen werde ich berichten, wie es sich als erfahrener Taucher anfühlt, diesen Kurs zu machen.

 

GUE Fundamentale Erfahrungsbericht Teil 2

 

 

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