«

»

Apr 08

GUE Fundamentals – Erfahrungsbericht (3)

panheel_gue

Tag 3

Das zweite Kurswochenende fand in Holland in Panheel am Tauchplatz Boschmolenplas statt. Der Tauchplatz hat ganzjährig gute bis sehr gute Sichtweiten. Wir begannen den Tag mit dem Übungen zum S-Drill auf dem Parkplatz. Anschliessend ging es zum ersten Tauchgang ins Wasser. Ab jetzt wurde das volle Programm geübt: Flossenschläge, Tarierung, Trimm, Gasspende und diverse Stopps in unterschiedlichen Tiefen. Damit es uns nicht zu einfach wurde, fand ein Großteil der Übungen bei knapp 3m-5m Tiefe statt. Unsere Tarierung wurde spürbar besser, aber einzelne komplexe Situationen zeigten uns auch wieder unsere Grenzen auf. Nach gut 60min ging es zum Flaschenfüllen und nach einer weiteren Theorieeinheit wieder zurück ins Wasser. Zu den Übungen vom Vormittag kam nun noch der Valvedrill hinzu. Wieder wurde das volle Programm geübt bis unser Minimumgas erreicht war. Gemeinsam ging es nun ins Hotel, wo wir die Videoaufnahmen unserer Tauchgänge analysierten. Unsere guten Passagen wurde zwar immer länger, aber ab und zu hatten wir immer noch Übungen die noch Luft nach oben hatten. Mit der Frage im Kopf, ob es wohl zum Bestehen des Kurses reichen würde, gingen wir früh ins Bett.

GUE_boje

Tag 4

Am Sonntagmorgen ging es mit der letzten neuen Übung, dem Bojeschiessen weiter. Erst Trockentraining an Land, dann ging es wieder ins Wasser. Die Übungen umfassten wieder alles zuvor gelernte, teilweise in Kombination wie z.B. Bojeschiessen und Auftauchen mit zwei Stops  bei laufendem out of gas – Szenario. Unsere Grundordnung war nochmals spürbar besser, aber vereinzelt klappten Übungen wieder noch nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Die GUE_drillsAnforderungen waren an diesem Tag in Summe nochmal höher. Meine Zweifel am erfolgreichen Abschluss wurden größer. Der letzte Tauchgang kombinierte dann nochmal alles vorher trainierte. Als Sven das letzte Zeichen zum Auftauchen gab, waren wir froh, dass wir es geschafft hatten. Doch wie war das Ergebnis? Vor den Endergebnissen gab es nochmal ein Video-Analyse bei der Sven uns weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigte.

Kurz darauf bekamen wir abschliessende die detaillierte Einzel-Beurteilung: Wir hatten beide bestanden. 🙂

 

 

Fazit

 

 

Mein Fazit ist eindeutig: ich habe noch nie vorher bei einem Kurs soviel in so komprimierter Zeit gelernt. Trotz meiner gut 400 Tauchgänge habe ich jetzt erstmalig eine realistische Einschätzung, wo ich wirklich stehe. Bei vielen Fähigkeiten die ich vorher bei mir als absolut solide eingeschätzt habe, hat mir der Kurs offenbart, wie schnell durch Kleinigkeiten die Grundfähigkeiten wie Tarierung und Trimm verloren gehen können.

Eine weitere Erkenntnis war, dass das DIR-System nur vollständig angewendet funktioniert. Ich habe mir vor dem Kurs auch einzelne Dinge aus dem DIR-System herausgegriffen und für MIR-konform erklärt, heute weiss ich, dass es sehr durchdacht ist und nur vollständig angewendet richtig funktioniert.

Wer diesen Kurs bucht sollte bereit sein, die GUE Philosophie offen anzunehmen. Ich habe vorher auch gedacht, dass ich viele Dinge schon kann, was sich in vielen Dingen als falsch herausgestellt hat.

 

„always look cool“

So lautet eine der Grundprinzipien der Ausbildung. Gemeint ist damit, dass man seine Tauchausrüstung am Körper jederzeit aufgeräumt halten sollte, bis man sie wieder ablegt. Das bedeutet zum Beispiel dass Atemregler weggeklappt sind und daß das Lampenkabel ordentlich unter dem Hüftgurt verstaut ist.
Sicherlich kann man auch hierzu unterschiedliche Sichtweisen haben, wer jedoch schon mal an einer beliebigen Basis gesehen hat, wie Atemregler unbeabsichtigt durch den Sand geschleift werden, wird mir zustimmen, dass auch diese Regel letztlich einen echten Sicherheitsgewinn darstellt.

 

„Never dive with strokes?“

Vorab: diese Regel wurde uns im Kurs nicht vermittelt, da sie aber hartnäckig zitiert wird möchte ich kurz darauf eingehen.
Auch in meinem Freundeskreis kam dennoch schnell die Frage auf ob ich jetzt zukünftig nur noch mit GUE Buddys tauche. Die Antwort ist „nein“.

Natürlich werde ich weiter auch Fun-Dives mit Tauchern aus anderen Verbänden und mit anderer Ausrüstung machen. Anspruchsvolle Tauchgänge werde ich wie bisher nur mit Leuten machen, auf die ich mich verlassen kann. Die Messlatte, auf wen man sich verlassen kann, hat sich für mich durch diesen Kurs aber verändert.

Um besser zu werden, werde ich zukünftig öfter mit GUE-Buddys abtauchen.
Da der Fundamentals Kurs ja eine Grundausbildung ist bin ich fest entschlossen, noch weitere GUE Kurse zu besuchen.

 

würde ich es wieder tun?

Sven Nelles war als Ausbilder eine exzellente Wahl. Er hat uns bis zum Ende gefordert, der Spass kam aber nie zu kurz. Ich würde sofort wieder einen Kurs bei Sven buchen. Die Organisation war sehr gut und aus meiner Sicht den Preis absolut wert. Wer es lernen will besser zu tauchen und nicht auf ein leichtes Plastikkärtchen aus ist, ist hier absolut richtig!

Bei weiteren Fragen, könnt ihr mich gerne direkt kontaktieren unter huey(at)lostplacediver.de

bis dahin „always look cool“ 🙂

 

%d Bloggern gefällt das: