Tauchgold – ein attraktiver Gewässerschutz

Tauchgold – eine Alternative für die Umwelt

Gewässerschutz für Flora und Fauna ist für viele Tauchern ein wesentlicher Aspekt. Seit Jahren wird die schleichende Belastung der Gewässer durch nicht ummanteltes Tauchblei in Fachkreisen diskutiert. In einigen Binnengewässern ist die Nutzung von Bleigewichten inzwischen verboten.

Aus Dubai kommt nun eine exklusive Lösung für dieses Problem: Tauchgold.
Anstelle den üblichen Bleistücken sind nun auch Goldstücke in einer 333er Legierung als Tauchgold erhältlich. Neben dem modischen Aspekt, ist Gold umweltverträglich und gibt keinerlei Schadstoffe an die Umgebung ab.

Der Preis für ein TauchgoldKilo Tauchgold bemisst sich am aktuellen Weltmarkt-Goldpreis. Auf den ersten Blick sind die aktuell ca. 16.000 Euro pro Kilo ein stattlicher Preis, allerdings erhält man neben dem grünen Gewissen auch eine nahezu unverwüstliche Geldanlage. Gratis dazu gibt es die Gewissheit, dass man so ausgestattet  im Falle eines Tauch-Unfalls garantiert geborgen wird.

Offen ist jedoch die Frage, ob die Nutzung von Tauchgold auch DIR-konform ist. GUE und weitere Tectauchverbände  waren bisher zu keiner Stellungnahme bereit. Der Hersteller hat angekündigt, Tauchgold auch in schwarzer Ummantelung anzubieten, um so auch Akzeptanz innerhalb der üblicherweise in schwarz gewandeten Tec-Tauchszene  zu fördern.

GUE Fundamentals – Erfahrungsbericht (1)

GUE

 

GUE – die Global Underwater Explorers stehen weltweit für erstklassige Ausbildung nach dem DIR System (DIR=doing it right – mache es richtig). Die Qualität der Ausbildung ist in informierten Taucherkreisen unbestritten. Man kauft beim GUE Fundamentals kein Brevet sondern eine Ausbildung. Das Brevet muss man sich hier mit nachgewiesener Qualität echt verdienen. Der Basiskurs „GUE Fundamentals“ enthält Themen und Übungen, die bei anderen Ausbildungsorganisationen nicht mal gestreift werden.

GUE Fundamentals

Kursbestandteil sind u.a.  Flossentechniken, Tarierung und Trimm eines Tauchers. Darüber hinaus taucht man bei GUE nicht einfach seine Flasche leer, sondern lernt wie man Gasverbrauch, Tauchzeit und Tiefe vorher vernünftig plant. Das Ziel dieses Kurses ist die echte Ausbildung der Basis -Skills, nicht der Verkauf von Plastikkarten.

GUE kommt aus den USA und das merkt man dem Ausbildungsplan an vielen Stellen auch an. GUE setzt auf Standard-Prozeduren, wichtige Übungen wie „out of gas“-Szenarien oder der „valve drill“ werden solange geübt, bis die erforderlichen Schritte völlig automatisiert ablaufen. Diese Vorgehensweise führt in Deutschland oft zu Vorurteilen wie „GUE ist wie Sekte“ und „zu dogmatisch“. In USA ist diese Art von Training Standard: die US-Marines trainieren so und auch wesentliche Notfallszenarien in der IT Branche laufen so ab. Die Erfahrung in vielen Bereichen zeigt, dass solche Prozeduren nur dann verlässlich in Stress-Situationen funktionieren, wenn sie weitgehend automatisch, d.h. ohne große Überlegung des Tauchers ablaufen. Darüber hinaus  setzt GUE auf weitere Normen: Nitrox 32 ist z.B. das Standard-Gas. Hierauf bauen weitere (Vereinfachungs-)Regeln auf, die eben genau mit diesem Mix gut funktionieren. Eine solche Normierung über ein Tauchteam vereinfacht die weitere gemeinsame Vorgehensweise z.B. bei der Planung von Null- oder Deko-Zeiten. Wer sich bei GUE anmeldet, muss diese Grundphilosophie, über eine weitgehende Standardisierung komplexe Abläufe zu vereinfachen, akzeptieren.

Wo stehe ich?


Nach über 400 Tauchgängen (davon etwa 100 im Kaltwasser) wollte ich wissen, wo ich mit meinen taucherischen Fähigkeiten wirklich stehe. Mit 53 Jahren und einer guten Portion Erfahrung interessierte es mich, wie es sich anfühlt einen GUE Kurs zu machen.
Ich habe mich daher bei Sven Nelles, einem GUE Instruktor für den ersten Kurs, den GUE Fundamentals angemeldet. Hierzu sind gute Englisch-Kenntnisse hilfreich. Der Kurs ist komplett in deutscher Sprache mit deutschen Unterlagen, einige ergänzende Texte sind nur in englischer Sprache erhältlich.

Anhand der zahlreichen Unterlagen habe ich dann begonnen, mich auf den Kurs vorzubereiten. Nach der Überweisung der GUE-Anmeldegebühr und der Kursgebühr konnte ich dann die Kursunterlagen im Internet herunterladen. Das Abenteuer hatte begonnen…

Das Ziel

Man kann den Kurs mit REC (recreational = Sporttaucher) oder TEC (technical= technischer Taucher) bestehen. Bei REC sind die Anforderungen an die Qualität der Tarierung, des Trimms und auch der Ausrüstung etwas geringer. Wer ins technische Tauchen einsteigen will muss zwingend die TEC Zertifizierung anstreben, da z.B. weiterführende Cave-Kurse (Höhlentauchen) auf der TEC-Zertifizierung aufbauen.

Man kann den Kurs

  • bestehen,
  • mit Auflagen bestehen oder
  • durchfallen.

Im Falle von Auflagen erhält man Gelegenheit an seinen Schwächen zu arbeiten und die Prüfung innerhalb von sechs Monaten gebührenfrei erneut zu versuchen.

GUE FundamentalsZur Vorbereitung musste ich zunächst meine Tauch-Ausrüstung um einige Teile ergänzen. Meine Schlauchkonfiguration habe ich nach den DIR Standards leicht modifiziert und dann mit der kompletten Ausrüstung einige Übungs-Tauchgänge gemacht. Im Schwimmbad habe ich getestet, ob ich gut an die Ventile komme und einige Tarier-Übungen trainiert. Da die Prüfung auch einen Fitnesstest beinhaltet, habe ich auch diese Prüfungsteile mal im Schwimmbad getestet. (die Vorgaben waren für mich aber locker zu schaffen)

Für die allgemeine Fitness laufe ich seit einem halben Jahr dreimal pro Woche mindestens 5 km, das Rauchen habe ich bereits vor 4 Jahren eingestellt. Aus meiner Sicht konnte der Kurs kommen…

Mein Kurs lief über zwei Wochenenden an insgesamt vier Tagen. Der Stundenplan versprach viel Stoff und einen stetigen Wechsel zwischen Theorieeinheiten, praktischen Übungen (drills) und Tauchgängen.

In den nächsten Folgen werde ich berichten, wie es sich als erfahrener Taucher anfühlt, diesen Kurs zu machen.

 

GUE Fundamentale Erfahrungsbericht Teil 2

 

 

Erfahrungsbericht GUE Fundamentals Kurs

GUE TauchausbildungGUE ist weltweit die Top-Adresse für Tauchausbildungen nach dem DIR-Standard. Wir wollten wissen wie es sich anfühlt diesen Kurs zu machen, der den Anspruch hat,  „the most rigorous qualifikation for the level listed“ (die härteste Qualifikation für das jeweilige Taucherlevel)  zu sein. Hier unser dreiteiliger Erfahrungsbericht.

Monte Mare – Indoortauchen in Rheinbach

Monte Mare RheinbachZum Trainieren von skills oder zum Ausprobieren von neuem Equipment zieht es Taucher gelegentlich auch mal in den indoor-Bereich. Für Warmwasserfans empfiehlt sich das mit 28° Wassertemperatur wärmste indoor-Becken „Monte Mare“ in Rheinbach.

Das indoor Tauchcenter ist an ein Erlebnisbad mit Wellenbad, Schwimmbad, Kinderbereichen und diversen Saunen angeschlossen. Daraus resultiert der recht hohe Eintrittspreis von 25,- bis 49,- Euro. (Monte Mare Homepage)

Wer tauchen möchte, muss seine Sachen ausladen und in die Empfangshalle tragen. Hier ist zunächst der Eintrittspreis zu entrichten (ab dann läuft auch die Zeit bei Stunden-Tickets), danach kann man die Tauch-Sachen in den Tauchshop bringen.

Hier gibt es Umkleiden mit verschliessbaren Spinden und Duschen. Die Taucherausrüstung muss dann über eine Treppe ein Stockwerk hoch getragen werden. Ein vorhandener Aufzug darf dazu nicht genutzt werden (warum eigentlich nicht?).

Am Beckenrand kann man sich dann den Taucheranzug  anziehen und die Flaschen mit Atemregler etc. zusammenbauen. Hier gibt es ggf auch volle 10er Flaschen (Flasche und Blei ist im Preis enthalten).

Das Becken ist etwa 10m tief und rechteckig. Einige Übungsgegenstände (Plattformen und Röhren) bieten etwas Abwechslung. Das taucherrische Erlebnis hält sich daher in Grenzen, zum Auffrischen der skills ist es aber völlig ok. Zum Test von Trockentauchanzügen ist es hier aber definitiv zu warm.

Wir waren an einem Sonntag da und durften trotz fehlender obligatorischer Anmeldung noch tauchen. Das Becken war sehr gut gefüllt, mit über 36 Tauchern war auch unterwasser kein wirklich stilles Eckchen mehr zu ergattern (siehe Foto).

Tauchplatz Bosmolenplaas in Panheel, NL

 

Bosmolenplaas in Panheel

panheelIm benachbarten Holland liegt kurz hinter der Grenze in der Nähe von Roermond das kleine Örtchen Panheel. Direkt am Ort liegt das Bosmoolen Gewässer mit einem ganzjährig betauchbaren Tauchplatz. Die Adresse fürs Navi ist der Bosmoolenweg in Panheel. Der Tauchplatz ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, Ruhetage variieren je nach Jahreszeit.

Direkt am Wasser liegt der Tauchplatz mit einem grossen, asphaltierten Parkplatz, Toiletten, Füllstation und einem Kiosk mit Snacks und kalten und heissen Getränken.  Bevor man den Parkplatz befahren kann, ist an einer Schranke die Tauchgebühr (9,50 €) zu entrichten. Kontrolliert wurden bei uns weder Brevets noch eine ärztl. Tauchtauglichkeit. Auch Solotauchgänge wären problemlos möglich gewesen.krebs

Ins Wasser führen zwei befestigte Zugänge. Das Wasser ist ziemlich klar, solange nicht Taucher mit schlechter Tarierung zu viel Schlick aufwirbeln. Zu sehen gibt es etliche versenkte „Sehenswürdigkeiten“, die mit Hilfe einer Karte mit Kompasskursen gefunden weden können.
Auch Wasserbewohner gibt es, wir hatten das Vergnügen etliche Krebsen und dem grössten, bisher von uns gesehenen Buntbarsch zu begegnen.

Tarierung für Profis

Tarieren kann ich doch…oder?

Eine gute Tarierung ermöglicht es einem Taucher, schwerelos dahin zu gleiten. Dieser Zustand der Schwerelosigkeit macht einen grossen Teil der Faszination beim Tauchen aus. In der Openwater Ausbildung lernt man Tarierung nur in Grundzügen. Üblicherweise lernt man Luft ins Jacket zu lassen, bis der Zustand der Schwerelosigkeit erreicht ist. Doch ist das wirklich schon eine gute Tarierung?

 

Wenn ich mich an meine eigene Sporttauch-Grundausbildung erinnere, haben wir diese Übungen meist kniend auf dem Grund durchgeführt. Das war auch ok, weil es darum ging, die Übung als solches zu lernen. Die Übung im tarierten Zustand zu machen, fordert den Taucher deutlich mehr.

Tarierung

Wenn Du denkst dass Du richtig tarierst, begebe dich unterwasser auf 3m Tiefe in den Schwebezustand und wechsele die Tauchmaske.

Wenn du während dieser Übung nicht mehr als 50 cm hoch oder runtergehst, bist du richtig tariert. Viele Taucher sinken während dieser Übung deutlich ab.

 

Woran liegt das?

In der Grundausbildung lernt man dass ein ungewolltes Aufsteigen mit Risiken verbunden ist. Mit dieser Information im Kopf tauchen viele Taucher permanent leicht negativ tariert. Da macht auch nichts, solange die Taucher nicht abgelenkt werden, da sie diese leicht negative Tarierung durch die Atmung ausgleichen. Mit der Luft in der Lunge ist man dann tatsächlich neutral tariert. Wenn jetzt aber ein Ereignis eintritt dass gedanklich von der Atmung ablenkt wie eine Übung oder ggf sogar eine Stress-Situation, wird der Taucher die Tarierung verlieren und sinkt nach unten. Mit steigender Tiefe beschleunigt sich dieser Effekt, da die Tarierung immer weniger stimmt.

Man erkennt leicht negativ tarierte Taucher oft daran, dass sie sich oft mit einem oder zwei Fingern am Riff oder am Wrack abdrücken. Der Grund ist, dass die Tarierung eben nicht wirklich 100%ig stimmt.

 

Tarieren für Profis

Physikalisch betrachtet muss die Tarierung eingestellt werden (durch Lufteinlassen oder Ablassen im Jacket) wenn der Taucher im halb-eingeatmeten Zustand ist.

Die richtige Menge Luft einzuatmen klappt nicht auf Anhieb sondern muss trainiert werden.

Richtig eingestellt geht der Taucher nun beim Einatmen etwas hoch und beim Ausatmen wieder runter. Diese Tiefenänderung wird nur ca. 50 cm betragen. Wenn nun eine Stress-Situation auftritt geht man leicht rauf und runter, verliert aber nicht mehr vollständig die Tarierung.

Viel Spass beim Üben!

BOOT 2016 – Navigation für Taucher

ariadna1Die Boot 2016 geht nun dem letzten Wochenende entgegen. Wir waren zwei volle Tage vor Ort und haben uns alle Neuerungen intensiv angeschaut.

Rückblickend stellt sich immer die spannende Frage, was es großen Neuigkeiten im Tauchsport gab.

Eine wegweisende Neuheit war aus meiner Sicht das Unterwasser Navigationssystem für Taucher.

Wir alle wissen dass GPS unterwasser nicht funktioniert – so standen wir ziemlich überrascht und mit großen Fragezeichen im Kopf vor dem Stand des ARIADNA Projekts.

ariadna2Das im Prototyp vorgestellte Gerät ist ein Navigationssystem für Taucher. Das Gerät nimmt die letzten GPS Koordinaten überwasser und schreibt die Unterwasser-Bewegung des Tauchers über einen Sensor am Bein des Tauchers fort.

Hierzu dient ein Beschleunigungssensor, der Flossenschläge oder auch die Beschleunigung des Tauchers mit einem Scooter misst, ein integrierter Kompass sowie ein Tiefenmesser. Hieraus berechnet das System in Echtzeit die Bewegung des Tauchers im dreidimensionalen Raum. Nach Angaben der Herstellers ist das Gerät auf etwa 1% genau.

Das Gerät ermöglicht es zukünftig, zum Beispiel die GPS Koordinaten  von einem Wrack das unterwasser entdeckt wurde, im Nachhinein zu ermitteln. Weiter wäre es möglich, eine einmal getauchte Route anhand des Gerätes exakt nachzutauchen.

Wir sind bereits mit dem Hersteller in Kontakt und werden versuchen ein Gerät zum Testen zu bekommen. Der Verkaufspreis soll bei ca. 2500,- EUR liegen.

Gewichtssysteme für Taucher


Als Taucher braucht man oft zusätzliches Gewicht, um den Auftrieb der Ausrüstung auszugleichen. Darüber hinaus ist es für die Wasserlage, also den Trimm eines Tauchers von entscheidender Bedeutung, wie und wo das Gewicht befestigt ist.

bleitasche

Bleitasche

Als Sporttaucher lernt man zunächst meist mit Jackets tauchen, die heute oft ein integriertes Bleitaschen System haben. Diese Taschen hängen meist in der Hüftregion und sind somit relativ in der Körpermitte weitgehend trimm-neutral positioniert. Diese Taschen werden mit Tauchblei in 1kg oder 2kg Stücken gefüllt.

Wichtig ist es hierbei, auf eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts je Seite zu achten, da man sonst „schief“ im Wasser liegt. Alternativ kann man auch einen klassischen Bleigurt benutzen, der zwar mit weniger Komfort, aber grundsätzlich wie ein Bleitaschen System funktioniert.

Wenn die Tauchgänge auch in kaltes Wasser führen, steigen auch die Anforderungen an die Ausrüstung. Ein Trockentauchanzug erfordert mehr Blei und die Gewichtsverteilung von Doppelflaschen erfordert oft eine feinere Justierung des Gewichts um einen optimalen Trimm herzustellen.

 

Hierzu werfen wir mal einen kurzen Blick darauf, was eigentlich ein guter Trimm ist. (Leider kommt dieses Thema in den typischen „quick and dirty“ Ausbildungen an südlichen Stränden oft nicht vor)

trimmung

Der Trimm bestimmt die Wasserlage des Tauchers, das heißt, dass ein Taucher bei ruhiger Wasserlage durch eine gute Gewichtsverteilung automatisch in die richtige Lage kommen sollte. In der optimalen Lage ist der Wasserwiderstand am geringsten. Soviel zur Theorie. Wie macht man das in der Praxis?

Hierzu gibt es spezielle Bleisysteme, die eine zentimetergenaue Positionierung des Gewichtes ermöglichen.

P-Weight

P-weight1

P-Weight

Ein sog. „P-Weight“ ist ein Gewicht, das in die Rückenfalz der Backplate geschraubt wird. Das P-Weight im Bild ist in 1/2kg Stücken individuell abstimmbar.
Darüber hinaus kann das Blei auch nach oben oder unten positioniert werden, um einen möglichst guten Trimm zu erreichen.

 

 

Einige Flaschensysteme (z.B. eine recht kurze Doppel 10) führt bei vielen Tauchern zu einem kopflastigem Trimm.

V-Weight

Um auch in schwierigen Konfigurationen einen guten Trimm einzustellen, kann man ein V-Weight nutzen. V-Weights gibt es als loses Stück Blei, was einfach zwischen die Flaschen geklemmt wird, oder auch als fein justier- und verschraubbare Variante.

flasche mit V-weight

Der einzige Weg zur richtigen Beimenge führt über das Ausprobieren. Hierzu geht man am Besten mit einer 40-50 bar gefüllten Flasche (dann hat sie am meisten Auftrieb) ins Wasser und versucht auf zwei-drei Metern Tiefe mit einem leeren Jacket (und ggf.einem weitgehend leerem Trockentauchanzug) die Tarierung zu halten. Wenn dies problemlos möglich ist, stimmt die Bleimenge.

Wenn die Bleimenge passt sollte anschliessend der richtige Trimm überprüft werden. Kleine Veränderungen der Flaschenmontage bzw. der Bleimontage führen hier zu spürbaren Unterschieden.

So klappt es dann hoffentlich mit der Tarierung und dem Trimm. 🙂

Wie immer freue ich mich über Eure Fragen, Kommentare und Anmerkungen.

Landtauchgänge auf Ibiza

Landtauchgänge auf Ibiza

 

 

Ibiza ist ein ganzjähriges Tauchrevier. Ausserhalb der Sommermonate sind viele Strände leer, nicht selten ist man in einigen Buchten völlig alleine. Je kälter das Wasser ist, um so mehr Fische sind bereits in Strandnähe zu sehen. Einige Arten weichen in den warmen Sommermonaten in tiefere, kühlere Bereich aus.

Ein Nachteil der Nebensaison ist, dass die meisten Tauchbasen ausserhalb der Saison geschlossen haben. Tauchgänge sind dann ohne eigenes Boot nur von Land aus möglich. Es gibt zahlreiche Stellen, an denen man von Land aus tauchen gehen kann. Im Zweifel etwas mehr Luft mitnehmen, ich tauche die nachfolgend genannten Plätze gerne auch mit einer Stage zusätzlich.

Die folgenden Buchten eignen sich für Landtauchgänge auf Ibiza:

 

alter Kohlenhafen

 

Ibiza bietet auch gute Tauchspots von Land aus.  Neben dem Terminal im grossen Hafen von Ibiza befindet sich der alte Kohlenhafen. Hier stehen einige alte Gebäude aus der zeit als hier noch Kohlen verladen wurden. Im alten Kohlenhafen geht man über den felsigen Strand etwa in der Mitte der Bucht ins Wasser und taucht dann einen von exakt Kompasskurs 180°.

kohlenhafen(c) Google Maps

Nach einiger Zeit tauchen kleinere Reste eines versunkenen Schiffs auf. taucht man den Kurs weiter, gelangt man etwa 20m weiter zum Hauptwrack. Die Fotos vermitteln einen ersten Eindruck was hier zu finden ist.

 

ibz_wrack2Landtauchgang Ibiza

Landtauchgang ibz_wrack1

 


 


Cala Oliviera


Der Tauchgang beginnt in der Cala Olivera. Man kann mit dem Auto bis zum Stand herunterfahren und muss dann die Flasche nicht weit tragen. Allerdings wird es hier im Sommer früh sehr voll.

Unten angekommen am Strand anziehen und ins Wasser gehen. Ihr solltet nun den kleinen (im Bild markierten) Felsen vor Euch sehen. Bitte peilt diesen Felsen an und taucht in diese Richtung. Auf Höhe des Felsen mit dem Loch Rechts im Bild ist die Höhle.

olivera_zielDer Fels ist hohl und betauchbar wie ein große Kuppel. Die maximale Tiefe beträgt 20m. Die Höhle bietet einige Verästelungen, vertauchen kann man sich aber nicht, der Eingang ist immer sichtbar. Die Höhle hat mehrere Ein- und Ausgänge und kann an einer Stelle auch durch eine Öffnung nach oben verlassen werden.

Bitte denkt auch an diesem Tauchplatz an die Taucherboje.
oliveraInfrastruktur (Duschen, WC etc.) gibt es hier nicht. Im Sommer ist es hier sehr voll und dann ist auch ein Kiosk geöffnet. Dann gilt es früh hier zu sein. In der Höhle ist es wichtig keinen Sand aufzuwirbeln. Hier sieht man schnell, wer eine gute Flossentechnik hat 🙂

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Cala den Serra

 

 

 

Vom Strand aus links an den Felsen entlang. Das Wasser wird schnell tiefer und interessante Felsformationen mit Überhängen und Spalten beherbergen zahlreiche Bewohner. Auf Strömung achten!


Port de ses Caletas

 

Bei diesem Tauchplatz ist die erste Schwierigkeit, ihn zu finden. Von Cala San Vincente aus kommend, fährt man die Strasse nach Portinax. An der zweiten offiziellen Straße (hier ist ein Hinweisschild zu einem Café) biegt man rechts ab und folgt immer der kurvigen Straße. Oben auf dem Berg gabelt sich die Straße. Hier biegt man links ab und fährt in vielen Kehren auf asphaltierter Strasse herunter zum Strand.

Port des ses Caletas

Hier am Kieselstrand anziehen und am besten bis zur Felsvorsprung (siehe Pfeil im Foto) schwimmen um Luft zu sparen. Das Wasser ist an der markierten Stelle ca. 6 m tief. Man hält sich nun weiter links an den Felsen und taucht buchtauswärts bis ein schöner Steinbogen auftaucht den man durchtauchen kann. Es geht nun langsam immer tiefer, ca. 25m kann man hier erreichen. Auf Strömung achten!

 



Cala LLonga


Vom Strand aus rechts am Felsufer entlang, aus der Bucht heraus und weiter rechts der Felswand folgen. Nach etwa 150m findet man eine betauchbare Grotte. Ausserhalb der Bucht auf Strömung achten!


zurück zur Hauptseite

Tauchplätze Ibiza

Die Tauchplätze Ibiza’s

Rund um Ibiza gibt es hunderte Stellen an denen es sich lohnt zu tauchen. Einige Stellen sind einmalig wegen ihres Fischreichtums, andere Tauchplätze faszinieren durch eine schöne Unterwasserlandschaft oder Wracks, einige Top-Tauchplätze bieten beides.

Die Regierung der Insel hat einen Tauchführer herausgegeben, den man als PDF hier laden kann. Die in diesem Führer vorgestellten Spots sind aus meiner Sicht auch sehenswert.

Die hier vorgestellten sind die aus meiner Sicht schönsten Tauchplätze Ibiza’s. Die Tauchplätze sind rund um die Insel verteilt und können daher meist nicht mit nur einer Basis getaucht werden. Ich habe weitgehend die spanischen Original-Namen der Tauchplätze übernommen und eine oder mehrere Tauchbasen benannt, die diesen Spot anfahren.

Bei Fragen freue ich mich über eine Kontaktaufnahme oder einen Kommentar auf unserer Facebookseite. Wir fahren viele der Tauchplätze selbst an, wenn wir auf der Insel sind.

 

HormigasHormigas_


An den zwei Hormigas Inselchen liegt einer meiner absoluten Favoriten. Das Boot ankert am Besten zwischen den Inseln und man startet in nördlicher Richtung und folgt dem langsam abfallenden Grund bis ca. 20m Tiefe. In nordöstlicher Richtung taucht bald schemenhaft der erste Tunnel hormigas0auf. Innen an den Tunnelwänden sitzen oft zahlreiche Langusten, ausserhalb stehen an vielen Tagen Barrakudas in der leichten Strömung.

Wir verlassen nun den ersten Tunnel und tauchen weiter in nordöstlicher Richtung wo wir nach ca. 60m in 27m Tiefe einen weiteren Tunnel entdecken. Nachdem wir auch diesen ausgiebig erkundet haben begeben wir uns zurück zum Boot. Bitte beachtet zu jeder Zeit den Tauchcomputer, man kommt hier schnell unmerklich aufgrund der Tauchdauer sonst in die Dekopflicht.

hormigas2Da dieser Tauchplatz zur Zeit (2015) von keiner der kommerziellen Tauchbasen regelmäßig angefahren wird, ist hier viel Fisch und eine weitgehend intakte Unterwasserwelt zu bewundern.

Der Tauchplatz ist an der in der Seekarte verzeichneten Hormigas-Inseln zwischen der Cala San Vincente und Portinax.

An dieser Stelle vielen Dank an Roland, den Wirt des Restaurants „vis a vis“ in S’Argamassa, für das Zeigen dieses tollen Tauchplatzes. (Fotos: Lars Mordos und Huey)



hormigas1

 

 

 

 


 

Die Gorgonien

In der Nähe der Illes Bledes befindet sich an einem steil abfallenden Unterwasserberg eine der größten Gorgonien Kolonien des Mittelmeeres. Dieser Tauchplatz ist ohne Frage einer der Top Tauchplätze, die Ibiza zu bieten hat. Der Tauchplatz bietet einen recht geschützten Ankerplatz von dem aus man den abfallenden Felsen bis zur Gorgonienwand folgt. Einzelne Gorgonien sind auch an anderen Stellen wie z.B. bei der Insel Tago Mago zu finden. Hier muss man aber in der Regel auf fast 40m Tiefe gehen, um gorgonie2Gorgonien zu finden.

An diesem Tauchplatz beginnen die Gorgonien bereits bei einer Tiefe von 28m. Wir schweben  mit gebührendem Abstand an der Wand entlang und gehen langsam tiefer. Hier wachsen Gorgonien, soweit das Auge reicht. Wir vermeiden natürlich jeden Kontakt mit den empfindlichen Lebewesen und geniessen die unberührte Schönheit dieses Platzes. Leider geht die Zeit aufgrund der Tiefe viel zu schnell vorbei. Wir sollten hier stets den Tauchcomputer und das Finimeter im Auge behalten. Unter Einhaltung des sicherlich erforderlichen Dekostops kehren wir zurück zum Boot.gorgonie1

Dieser Platz wird von einheimischen Tauchschulen nur mit ausgewählten Kunden, die die Tarierung absolut sicher beherrschen, angefahren, um diesen einzigartigen Platz zu schonen. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich hier keine weiteren Angaben mache, wo diese Stelle genau zu finden ist. Entsprechende Tauchfahrten werden von ORCASUB in der Cala Tarida angeboten.
Alternativ nehmen wir auch gerne geeignete Taucher mit an diese wundervolle Stelle. Kontaktaufnahme gerne über unsere Facebookseite.

 


 

Isla Redona


Der Tauchplatz ist benannt nach der gleichnamigen Insel im Südosten von Ibiza. Der Tauchplatz ist nur per Boot erreichbar und bietet eine Kombination aus vielen Fischen und einer äußerst reizvollen Unterwasserlandschaft mit kleinen betauchbaren Höhlen. Ankertiefe ist meist im 7m Bereich, maximale Tiefe ist bei 25m. Der Tauchplatz ist bei passendem Wetter auf für Anfänger gut geeignet. In der Regel trifft man hier auf Barakudaschwärme, und zahlreiche weitere Schwarmfische (Mönchsfische, Zweibindenbrassen, Gelbstriemen etc.)
In zahlreichen Felsspalten sind im Flachbereich bis 10m zahlreiche Drachenköpfe anzutreffen. Die hier ebenfalls antauchbaren Wrackreste zweier Yachten lohnen sich aus meiner Sicht nicht mehr, da ausser einem Motorblock und etwas GFK nicht mehr viel zu sehen ist.


 

Riff St. Eulalia


Vor der Bucht von St. Eulalia ist eine Untiefe die heute mit einer Tonne markiert ist. Das Riff kann auf der Innen- und Aussenseite getaucht werden. Spektakulär ist das Aussenriff. Am Innenriff befindet sich das Wrack eines früheren Leuchtturms, der die Winterstürme nicht überstanden hat. Man findet hier sehr oft grosse Fischschwärme von Gelbstriemen, Sardinen, Zweibindenbrassen und Barakudas. Leider strömt es hier auch gelegentlich, von daher sollte eine Taucherboje  zwingend mitgenommen werden.


zurück zur Hauptseite

%d Bloggern gefällt das: