Gute Tauchbasen auf Ibiza

Tauchbasen auf Ibiza

(Stand Juni 2017)

Auf Ibiza gibt es zahlreiche Tauchbasen. Sie sind -wie die guten Tauchspots- rund um die Insel verteilt. Viele kleine Basen tauchen im mehr oder weniger lokalen Umfeld so dass es sich durchaus auch lohnen kann während eines Urlaubs mal auf den jeweils „anderen Seite“ der Insel zu tauchen. Die hier vorgestellten Basen fahren mit schnellen Schlauchbooten und decken daher einen größeren Bereich und eine größere Zahl an guten Tauchplätzen ab.

Wer die Ibiza’s Highlights sehen möchte, sollte bei Orcasub und Punta Dive Tauchgänge machen.

Hinweis: Ich tauche seit einiger Zeit autonom,  aber immer wieder auch bei anderen Basen um mir einen Überblick zu verschaffen. Die hier nachfolgend beschrieben Basen sind die, die ich „ausprobiert“ habe ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die Bewertungen geben meine Sicht der Dinge wieder.

 

Hier eine Liste von Tauchbasen mit einer guten Organisation und einer guten Reichweite:

 

ORCASUB 

Tauchbasen auf Ibiza

Orcasub in der Cala Tarida (Padi, IANTD) ist die einzige Basis auf Ibiza, die neben Pressluft auch Nitrox und Trimix anbietet. Der Chef des Hauses Angel,  ist gleichzeitig der „TÜV“ der Insel für Flaschen und Kompressoren.

ORCASUB hat das -aus meiner Sicht- abwechslungsreichste Tauchgebiet, das zahlreiche Inselgruppen (Naturschutzgebiet) an der West- und Nordseite Ibizas umfasst. Zwei gut motorisierte grosse Schlauchboote bringen die Taucher schnell und sicher zu den Tauchplätzen. Die Organisation der Basis ist vorbildlich.

Bei ORCASUB wird Service großgeschrieben: hier trägt man keine Flasche zum Boot, Getränke und kleine Snacks sind bei den Ausfahrten im Preis enthalten. Man merkt der Basis an dass jeder hier selber mit Leib und Seele Taucher ist. Die Qualität der Ausbilder ist hier überdurchschnittlich: Kurse werden bis zum technischen Tauchen angeboten. So gut getrimmte Tauchlehrer habe ich an keiner anderen Basis bisher gesehen.

www.orcasub.es

 

 

Punta Dive 

Punta Dive (PADI) – mit mehreren Basen auf der Insel (Cala Martina, Cala Llonga, Port des Torrent und Platja d’en Bossa)
Punta Dive ist die größte Basis auf der Insel mit vier Standorten. Die Basis bietet kostenlosen Bus-Shuttle von zahlreichen Hotels. Ausgefahren wird mit 15m großen komfortablen Schlauchbooten,  zahlreiche Tauchplätze sind im Angebot. Die Organisation an den Basen ist sehr gut. Bei Punta Dive trifft man internationales Publikum, zahlreiche Guides unterrichten in mehreren Sprachen.Die Basis bietet Pressluft und zeitweise Nitrox (gegen Aufpreis) an.

In dem weitläufigen Areal der Basis sind zahlreiche Spülbecken für die Ausrüstung, Umkleiden und Duschen sind ebenfalls vorhanden. Wer das gemütliche Plaudern am Tauchertisch liebt, sollte hier Englisch beherrschen.
Ausbildung findet auch in deutscher Sprache statt.  Die Guides sind motiviert und unterrichten mit hohem Standard. Erfahrene Taucher bekommen hier viel Abwechslung geboten.

www.puntadive.com

 

 

Scuba Ibiza Diving Center 

Das PADI-Scuba Ibiza Diving Center liegt im Hafen von Ibiza Stadt (Marina Botafoch). Auch diese Basis bietet kostenlosen Bustransfer von zahlreichen Hotels. Die Basis ist unter spanischer Leitung, unterrichtet wir in spanisch, englisch und deutscher Sprache. Diese Basis ist im Gegensatz zu den vorgenannten ganzjährig geöffnet. Wer also außerhalb der Saison (Mai bis Oktober) tauchen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Die Basis verfügt über 12m lange komfortable Schlauchboote und bietet neben Pressluft standardmässig Nitrox an. Die Organisation der Basis ist gut. Angefahren werden alle Tauchplätze rund um die Insel. Neben den normalen (vier) Ausfahrten am Tag besteht die Möglichkeit sog. VIP-Kurse und VIP-Tauchgänge zu buchen  – wer’s braucht  😉

Tauchertisch oder familiäre Bindung darf man hier nicht erwarten – hier gibts ausschliesslich Top-Sportmöglichkeit, professionelle Betreuung. Die Preis sind hier auch am oberen Ende der Preisskala auf Ibiza.

www.scubaibiza.com

Wer Fragen zu anderen Basen auf der Insel hat, kann gerne eine entsprechende Frage über die Kommentarfunktion stellen. Natürlich gibt es noch etliche weitere Basen, einige davon kenne ich auch, einige wechseln auch von Saison zu Saison.

 

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Technisches Tauchen auf Ibiza


Technisches-Tauchen auf Ibiza

Ibiza ist als Urlaubsinsel im Mittelmeer als Reiseziel bekannt. Als Tauchziel wird Ibiza von vielen Tauchern nicht gesehen. Dabei bietet Ibiza viel Abwechslung, eine gute Anzahl an Tauchbasen und Tauchplätze mit unterschiedlichen Topografien. Auch Technisches Tauchen auf Ibiza ist möglich.

Technisches-Tauchen auf Ibiza?
Spätestens wenn es um das eher technische Tauchen geht, denken viele Taucher beim Mittelmeer in erster Linie an Kroatien (Wracks) oder Sardinien (Höhlen). Als langjährige Ibiza Kenner haben wir uns aufgemacht und nachgeschaut, ob technisches Tauchen auf Ibiza machbar und sinnvoll ist.Technisches-Tauchen auf Ibiza

Als erstes stellt sich die Frage, wo ein guter Ausgangspunkt für tiefe und anspruchsvolle Tauchgänge ist. Die Tauchplätze mit Tiefen im Bereich von 30 -60m und attraktiven Steilwänden sind im Nordwesten von Ibiza zu finden. Hier bieten sich eine ganze Reihe exzellenter Möglichkeiten wie zum Beispiel  die Spots rund um die Inseln Es Vedra und Vedranell, die Inselgruppe Illas Bledes und rund um die Insel Espartar. Wer es bequem mag, sollte daher seine Unterkunft irgendwo im Nordwesten von Ibiza suchen.

In diesem Bereich der Insel gibt es zahlreiche Tauchbasen, die aber überwiegend im touristischen Recreational-Bereich tauchen. Wer Trimix sucht oder Nitrox in allen Konzentrationen, sollte als Basis ORCASUB in der Cala Tarida ansteuern. (homepage)

canyonDer Basisleiter Angel leitet die Basis mit viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail bereits im 25. Jahr. Angel spricht fliessend deutsch, englisch und natürlich spanisch. Die Basis bietet TEC-Tauchern Ausbildung nach IANTD und mischt auf Wunsch alle üblichen Nitrox und Trimix-Gemische. Tauchflaschen stehen in allen Größen (mit Doppelabgängen) und Arten (Stages etc.) bereit.

Angel ist  auch der Flaschen-TÜV für Ibiza und die Nachbarinseln und kennt sich daher mit technischen Fragen zur Ausrüstung ebenfalls bestens aus.

gorgoIn den Sommermonaten sind auch bei ORCASUB viele Urlaubstaucher. Technisches Tauchen auf Ibiza organisiert Angel aber auch nach Absprache und Anmeldung. Wir haben im Mai 2015 einige der Tauchplätze getestet und sind begeistert von den Möglichkeiten. Unser absolutes Highlight war eine Steilwand voller Gorgonien, die bei 25m beginnend bis in den 50m Bereich abfällt.topo

Doch auch die anderen Tauchplätze (von insgesamt über 40 Spots) bieten Höhlen, Spalten und tiefe Canyons, bei denen wir immer wieder von der Topografie und der Fischvielfalt begeistert waren.

raupeHerausragend ist der Service bei ORCASUB. Die Tauchflaschen werden hier nicht getragen sondern vom Personal mit einer kleinen Transportraupe zum Tauchboot gefahren (Schlauchboot mit 200 PS). Auch in allen anderen Dingen ist man hier stets darauf bedacht die Gäste zufrieden zu stellen. Bei längeren Ausfahrten gibt es Wasser und Kekse. Der Tauchguide Eduardo taucht selber Sidemount und ist für uns Benchmark in Sachen Trimm. Weitere Fotos findet ihr auf unserer Facebookseite im unter „Ibiza Nordwest“.

Fazit: wer anspruchsvollere Tauchgänge in einer gut geführten Basis mit netten Leuten sucht, wird hier sicher fündig! Von uns daher eine klare Empfehlung. Auch technisch orientierte Taucher finden hier ideale Möglichkeiten.


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Nitrox, Trimix, Pressluft auf Ibiza

Nitrox, Trimix, Pressluft auf Ibiza

IBZ_DC_logoDie Zahl der Tauchbasen auf Ibiza die Nitrox anbieten steigt stetig. Der Trend zu gesünderem Tauchen  mit Nitrox ist ungebrochen. Vor einiger Zeit war es noch nitroxein schwieriges Unterfangen für anspruchsvollere Tauchgänge Luftgemische zu bekommen. Heute bieten die meisten der alteingesessenen Basen Nitrox an – teilweise sogar „for free“.

Selbst Trimix-Ausbildungen sind auf Ibiza möglich: Orcasub in der Cala Tarida bietet sämtliche Atemgase von Pressluft über Nitrox bis zum Trimix. Auch Rebreatherfans kommen hier auf ihre Kosten.

Die nachfolgende Liste zeigt, welche der bekannten Basen Nitrox und weitere Atemgase anbieten:

Nitrox, Trimix, Pressluft auf Ibiza

Übersicht Tauchbasen und Luftversorgung (Stand März 2016)

Die Liste beruht auf Internet-Recherchen und eigenen Erfahrungen. Solltet ihr neuere Erkenntnisse haben, bin ich für einen Tipp dankbar.

Die günstigste Pressluftversorgung gibt es nach wie vor bei Decathlon (2,50 Euro für 12l) Leider hat Decathlon im Sommer 2016 aufgrund eines Kompressorschadens das Füllen eingestellt, hier bleibt abzuwarten, ob der Fülldienst wieder aufgenommen wird.

An den Basen zahlt man unterschiedliche Preis von 5 Euro bis zu 11 Euro(!) pro 12l Luft. Also Augen auf und vor dem Füllen nach dem Preis fragen. Wer öfters füllt, bekommt an vielen Stellen auch Rabatt.

Hinweis: Einige Tauchbasen füllen keine Flaschen zum Mitnehmen – im Zweifel vorher fragen.

 


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Ersatzteile für Taucher auf Ibiza

Ersatzteile für Taucher auf Ibiza

Ersatzteile

In diesem Kapitel geben wir einen Überblick darüber, wo man Ersatzteile für Taucher auf Ibiza kaufen kann. Während der Saison (Mai-Oktober) ist es natürlich einfacher, auf Ibiza Ersatzteile oder Ausrüstungsteile zu bekommen. Vieles bekommt man auch ganzjährig, wenn man weiss wo.

Wer im Urlaub Teile der Tauchausrüstung ergänzen oder erneuern möchte, bekommt während der Saison an vielen Tauchbasen ein Grundsortiment (Masken, einfache Fotoausrüstung etc.).  Sollen größere Ausrüstungsteile ersetzt werden (Jacket, Anzug, Flossen o.ä.) empfiehlt es sich ein Tauchgeschäft aufzusuchen.
Erste Anlaufstelle ist der Decathlon Store. Die Preise hier sind selbst im Verhältnis zu Deutschland sehr gut, vieles ist deutlich günstiger als in Deutschland. Das Angebot deckt den Grundbedarf fürs Urlaubstauchen komplett ab. TEC-Equipment, teure Tauchlampen oder hochwertige Kameras findet man hier nicht.

Alternativ gibt es in St. Eulalia und Ibiza Stadt jeweils in Nähe des Hafens zahlreiche Läden, die neben Bootszubehöhr auch Tauchartikel im Angebot haben.
Ein Laden der viele Kleinteile (auch in V4A) hat ist:

NÁUTICA MARÍ
Santa Eulària, Puerto Deportivo
Tel. 971 331 023

Batterien und Akkus

 

Sollte im Urlaub die Batterie für den Tauchcomputer oder andere technische Geräte ausfallen, wird es unter Umständen schwierig. Standardbatterien bekommt man in jedem Supermarkt, gängige Foto-Batterien in den diversen Fotoläden in Ibiza Stadt oder St. Eulalia. Wenn es exotische Typen sind, kann ggf. der Elektroladen is St. Eulalia helfen (Ecke Carrer de Cesar Puget Riquer / Carrer de Sant Joan) oder der große FITA-Baumarkt in Ibiza Stadt.
(Fita ibicentro S.A.U. AV. Sant Joan de Labritja 25-35, 07800 Ibiza – Tel 971 31 30 62 )

Der AMAZON-Prime Versand (in Deutschland max. 2 Tage) dauert nach Ibiza 10 Tage. Danach muss das Paket bei der Post abgeholt werden.


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Seaskin Trocki – Erfahrungen nach einem Jahr

Am Jahreswechsel 2014/2015 haben wir uns drei maßgeschneiderte SEASKIN Trockentauchanzüge in England bestellt. Über die Kombinationsmöglichkeiten bei der Bestellung und der Abwicklung haben wir bereits in einigen Artikeln berichtet.

seaskin15Nach einem Jahr und ca. 120 Tauchgängen (verteilt auf die drei Anzüge) ist es Zeit das
erste Fazit zu ziehen.

Das wichtigste zuerst: keiner der drei Anzüge hat bisher irgendwelche Schwächen gezeigt. Alle Reissverschlüsse sind nach wie vor gut funktionsfähig und es zeichnet sich bisher auch an keiner Stelle ein übermässiger Verschleiss ab.

Das Material der SEASKIN-Trockis wird gefühlt immer angenehmer. Während der Stoff am Anfang zwar robust aber auch ein bisschen steif wirkte, fühlt sich der Anzug inzwischen sehr geschmeidig an.

Ich nutze bei Test-Events immer mal wieder die Gelegenheit die Marktführer DUI und SANTI zu tauchen und bin immer noch von der Qualität des SEASKIN Trockis überzeugt.

Die Optik bei DUI und SANTI ist wertiger mit Doppelnähten an gut sichtbaren Stellen im Gegensatz zum SEASKIN mit einfachen Nähten. Dafür beträgt der Preisunterschied zu DUI und/oder SANTI aber auch fast 1000,- Euro.

Fazit: ich würde ihn jederzeit wieder kaufen.

hier die Links zu den ersten Artikel zum SEASKIN Trocki:

https://lostplacediver.de/2015/01/seaskin/
https://lostplacediver.de/2015/01/seaskin-nova-die-technischen-details/
https://lostplacediver.de/2015/01/der-erste-seaskin-trocki-fuer-lars/

Infekte im Taucherohr vermeiden

Viele Taucher kennen das Szenario: endlich ist der Urlaub da und es geht zum Tauchen. Doch nach wenigen Tagen juckt das Ohr, es nässt nachts oder es entzündet sich. In solchen Fällen helfen z.B. Panotile-Tropfen. Besser ist es aber, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen.

Betrachtet man den Vorgang der im Ohr abläuft, beginnt alles mit Wasser im Gehörgang. Entweder enthält das Wasser bereits „Lebensformen“ wie Bakterien, Keime etc. oder es greift als Salzwasser die natürliche Fettung des Ohres an. Im Süsswasser ist es nicht viel besser, hier ist oft das Wasser kälter und hat weniger Bakterien. Kälte tut dem Gehörgang auf Dauer aber auch nicht gut.

Egal welche Variante – am Ende steht oft eine Infektion des Taucherohrs, eine schmerzhafte Unterbrechung des Tauchsports und ein Besuch beim HNO.

Seit längerer Zeit habe ich daher nach einer Alternative gesucht.

Alternativen zur Vermeidung von Infekten

ProEarEine Alternative ist die Subgear Oceanic Pro Ear Maske, die die Ohren beim Tauchen völlig trocken hält. Diese Lösung funktioniert grundsätzlich, erfordert aber, dass man die restliche Ausrüstung (z.B. die Kopfhaube) daran anpasst.

Eine etwas unauffälligere Alternative ist ein Ohrstöpsel. Ein Ohrstöpsel für Taucher darf das Ohr nicht völlig abdichten, sonst ist kein Druckausgleich mehr möglich. Auch hierzu werden im Internet unterschiedliche Lösungen angeboten. (Cressi Ohrenstöpsel, Doc’s Pro Plugs  u.a.)

Diese aus Silikon gefertigten Stöpsel funktionieren bei einigen Taucher sehr gut, bei anderen nicht. Grund dafür sind unterschiedliche Ohrformen. Ich habe die Doc’s Pro Plugs selber ausprobiert und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Mein Buddy taucht damit seit Monaten ohne Probleme.

 

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zwei angepasste Ohrstöpsel

Mein nächster Gang führte mich zu einem Hörgeräteakustiker, mit dem ich das Problem besprochen habe. Ein gängiges Produkt bei Hörgeräte-akustikern sind Schwimmstöpsel, die auf Maß angepasst werden. Damit ist das Ohr absolut wasserdicht. Nun galt es einen Weg zu finden, um dennoch den Druckausgleich machen zu können.

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Blick auf die Belüftungskanäle

Die Lösung ist ein kleiner Schlauch der in die Otoplastik eingesetzt wird und einen Druckausgleich ermöglicht. Ich habe diese Lösung nun bei einigen Tauchgängen ausprobiert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Um das Funktionieren dauerhaft sicherzustellen, muss der Kanal sauber gehalten werden.

 

In Verbindung mit einer Kopfhaube reduzieren diese Stöpsel die eindringende Wassermenge soweit, dass meine Probleme damit nicht mehr aufgetreten sind. Sicherheitshalber spüle ich die Ohren nach einem Tauchgang in warmen Gewässern noch zusätzlich mit Süsswasser aus. Die (frei wählbaren) Farben zeigen mir, welcher Stöpsel nach links und rechts gehört.

Die Kosten lagen bei knapp 80,- Euro.
Wer Interesse an einer Bezugsquelle hat, kann mich gerne anmailen unter Huey(at)lostplacediver.de.

 

Serie: „wie optimiere ich meinen Luftverbrauch?“

atemreglerDer Luftverbrauch eines Tauchers wird durch viele Faktoren beeinflusst. Am Tauchertisch machen Mythen von Erfahrung, geschlechtsspezifischen Luftverbräuchen und dubiose Tipps zum Luftsparen die Runde. Was ist wahr und was ist Legende?

Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Faktoren rund um den Luftverbrauch.

Die Serie beinhaltet die Artikel

Viel Spass beim Lesen! Wir freuen uns wie immer über Eure Kommentare.

Tauchen und Angst

 

angst

Jeder erwachsene Taucher der sich gedanklich mit seinem Sport beschäftigt,  hat schon Situationen unterwasser erlebt, bei denen man sich plötzlich nicht mehr wohl fühlt. Ich habe öfters beobachtet, dass Kinder und Jugendliche oft anfangs völlig angstfrei tauchen weil sie sich noch nicht mit den Risiken auseinandersetzen. Erst mit zunehmendem Alter und besserer Tauchausbildung steigt die Wahrnehmung der Risiken.
Angstgefühle haben verschiedene Auslöser wie z.B.

  • ein Buddy zu dem man kein Vertrauen hat
  • ein Buddy der zuviel Abstand hält oder nicht regelmäßig herüberschaut,
  • ein zu schnelles Abtauchen,
  • eine zu tiefe Tauchtiefe,
  • starke Anstrengung z.B. beim Anschwimmen gegen eine Strömung,
  • ein Tauchplatz an dem man sich nicht wohlfühlt,
  • Dunkelheit oder wenige Sicht,
  • eine deutliche Verringerung der Wassertemperatur nach einer Sprungschicht,
  • freies Schweben in tiefem Wasser , oder
  • das Wissen um mangelnde eigene Fähigkeiten (z.B. Maske ausblasen).

 

Instinkte

Aus dem anfänglichen Unwohlfühlen kann schnell Angst und Panik werden, wenn man die ersten Zeichen ignoriert und keine Gegenmaßnahmen einleitet. Auf Angst und Panik  reagieren wir fast immer instinktiv. Da diese angeborenen Instinkte für unser normales Leben an Land programmiert sind, geht ein instinktives Handeln unterwasser fast immer schief.

Stellen Sie sich vor sie sind in 30m Tiefe und haben ein technisches Problem. Ihr Instinkt sagt „raus hier, auftauchen“, wenn jetzt nicht die Vernunft siegt, ist ein Tauchunfall vorprogrammiert.

 

Was tun wenn die Angst kommt?

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Zeichen: etwas stimmt nicht Quelle: wikipedia

Wenn man merkt das man sich unwohl fühlt, mit einer Situation unterwasser überfordert ist oder sie einfach so nicht möchte, sollte man auf jeden Fall seinem Buddy ein deutliches Zeichen („bei mir stimmt was nicht“)geben.

In Fällen in denen man kurz vor einer Panikattacke steht, etwa dem Gefühl zu wenig Luft zu bekommen oder einfach Angst empfindet, hilft es oft  den Buddy  an die Hand zu nehmen. Wenn man dann gemeinsam etwas höher geht ist der Spuk oft ganz schnell wieder vorbei. Oft hilft es auch, sich einfach mit anderen Dingen „abzulenken“, wie z.B. mit dem Betrachten von Meeresbewohnern oder dem Fotografieren.

Erfahrenere Taucher sollten versuchen sich die Situation, in der man sich gerade befindet, klar zu machen. Ich kann mich gut an meinen ersten Tauchgang in Deutschland erinnern: ich hatte über 200 Tauchgänge in klaren, hellen Gewässern im Logbuch bevor ich das erste Mal in Deutschland in einer Talsperre im dunklen, trüben und kaltem Wasser Tauchen war – auf zehn Metern in völliger Dunkelheit hatte ich Angst und konnte kaum meine Tauchlampe ruhig halten. In dieser Situation habe ich mir bewusst gemacht, dass wir gerade mal 15m tief waren, dass meine Ausrüstung völlig intakt war und ich schon etliche viel tiefere Tauchgänge absolviert hatte. Trotzdem war es mental schwierig und anstrengend für mich, die Situation in den Griff zu bekommen. Ich konnte meine Anspannung durch bewusstes Nachdenken über die Situation senken und nach einigen Minuten nahezu entspannt weiter tauchen.

Genau aus solchen Erfahrungen entwickelt sich Erfahrung und man reift als Taucher insgesamt. Wichtig ist es aus meiner Sicht, sich bewusst zu machen dass man Angst hat, zu analysieren was der Grund dafür ist und diesen Grund dann aktiv durch Training zu beseitigen.

Ich kenne viele Freizeit- und Urlaubstaucher, die z.B. vor bestimmten Situation wie z.B. dem Ausblasen der Maske Angst haben. Solche Ängste lassen sich durch gezieltes Training beseitigen indem man das Ausblasen der Maske wiederholt übt, bis die Übung ohne Stress abläuft.

Ein weiteres Szenario, bei dem sich viele Tauchanfänger unwohl fühlen, ist das Schweben in tiefem Wasser.  Die fehlende Möglichkeit sich irgendwo festhalten zu kömnen, führt bei einigen Tauchern zu mentalem Stress. Auch hier hilft es meist, den Tauchabstand zwischen den Tauchpartnern zu verringern.

Da „Ängste beim Tauchen“ ein Thema ist über das nicht alle Taucher gerne offen sprechen, bin ich auf Eure Kommentare gespannt. Bitte gebt gerne Eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema weiter.

Diez – Tauchen im Steinbruch

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Tauchplatz in Diez

Ein Taucher braucht gelegentlich neues Wasser. Der Entdeckergeist will befriedigt werden, neue bislang unerforschte Tiefen locken mit unentdeckten Geheimnissen….

Schon lange wollten wir mal nach Diez. Heute war es soweit, da in Diez an diesem Wochenende zeitgleich an Santi-Testevent stattfand und wir mal ein paar alternative Unterzieher testen wollten. Also haben wir am Freitagabend unser Gerödel gepackt und am frühen Samstagmorgen ging es dann über die Autobahn gut 160 km nach Diez in Rheinland-Pfalz.

Der See liegt sehr malerisch obwohl er quasi direkt in Ortsnähe ist. Nachdem Lars und ich einen Santi-Unterzieher  ausgewählt  und geliehen hatten machten wir uns fertig. (SANTI 190 Flex – Testbericht folgt)

Das Wasser sah schon vom Ufer schön klar aus. Die Klarheit änderte sich auHuey mit GoProch nicht als wir im Wasser waren. Direkt am Einstieg fällt eine Steilwand bis auf ca. 10m Tiefe ab. Gespannt schauten wir uns um und hofften einen der großen Störe zu sehen, für die Diez bekannt ist.

Lars machte wie immer Fotos und ich hatte die GoPro zum Filmen schussbereit. Die Sicht war gut, so gefühlte 10m aber diez3leider sahen wir erstmal…. nichts.
Nach ein paar Minuten stiessen wir dann auf das erste Lebewesen: träge saß ein Krebs auf dem Grund und liess sich von Lars ausgiebig fotografieren. Ein paar Meter weiter kam Lars plötzlich zu mir und zeigte ein Foto auf dem Display. Unterwasser sah es für mich nach einer Muschel aus. Nach dem Tauchgang zeigte Lars mir das Foto mit einem Stück Stör, der so schnell angeschwommen kam, dass Lars nur noch Lars in Diezeinen Ausschnitt fotografieren konnte. Das Foto seht ihr auf unserer Facebookseite. Leider sahen wir bis auf interessante Felsformationen bei diesem Tauchgang nichts mehr. Zu guter Letzt haben wir dann das Wasser über den zweiten Ausstieg verlassen.

Unser Fazit fällt positiv aus: die Sicht war echt gut, und wenn man das Glück hat einem Stör zu begegnen, gibt es auch etwas zu sehen. Wir kommen sicher noch mal wieder. Guter Tauchplatz!

Testbericht TillyTec MPL 500-10000-12

Tillitect MPL 500

Tillitect MPL 500 mit 3 enneloop AA-Akkus


Nachdem nun der Sommer schon ein paar Tage her ist, ist es Zeit für einen weiteren Testbericht. Testgegenstand ist heute die Tauchlampe MPL 500-10000-12 desdeutschen Herstellers TillyTec. Der Hersteller aus Tauberbischofsheim ist in der deutschen Szene bekannt für hochwertige Tauchlampen. Das Angebot umfasst Lampen für den technischen Taucher bis hin zu Lampen für den klassischen Urlaubstaucher.

Der auf den ersten Blick etwas kryptische Name der Lampe verrät auf den zweiten Blick genau um was es geht. MPL steht für „modulares Power Light“-System, also ein Led-System, bei dem die Lampenköpfe mit einigen unterschiedlichen Powersystemen (Akku bis Batterie) betrieben werden können. MPL 500-10000-12 steht für ein Lampe aus dieser modularen Baureihe, mit 500 Lumen Helligkeit, 10000 Lux und einem Abstrahlwinkel von 12 Grad.

licht

Lichtkegel aus 1 m Entfernung

Ein Abstrahlwinkel von 12° ist ein klassischer Spot-Scheinwerfer, was für eine Lampenkommunikation sehr gut ist. Als Backup Lampe muss eine Lampe einem im Notfall den Weg nach Hause ausleuchten, sei es nun den Rückweg aus einem Wrack, einer Höhle oder zurück zum Boot bei einem Nachttauchgang.

Wie üblich verzichtet der Hersteller auf jeglichen Schnickschnack, die Lampe wird durch leichtes Drehen des Lampenkopfes eingeschaltet und brennt nun bis die Akkus leer sind bzw die Lampe wieder ausgeschaltet wird. Dahinter steht die Idee dass es wichtiger ist zurückzufinden, auch wenn der Akku dabei stirbt, anstatt wie bei vielen anderen Lampenherstellern den Akku durch einen Schutzschaltung zu schonen und vorzeitig abzuschalten. Dann stirbt im Zweifel der Taucher…aber die Lampe kann mit intaktem Akku geborgen werden  🙂

Im Lieferumfang ist die Lampe und eine DIR-konforme Halterung für den Gurt und einen Handschlaufe.

Die Lampe kann mit 3 AA-Batterien betrieben werden, die heute weltweit erhältlich sind. Für den Zweck als Backuplampe ist das prima, da sie zwar oft mitgenommen werden aber im Normalfall nicht benutzt werden. Akkus quittieren das mit verringerter Haltbarkeit, Batterien sind da langlebiger.

Die Lampe eignet sich aber in Zeiten von Gepäckbeschränkungen bei Flugreisen auch als Hauptlampe für einen Tauchurlaub in hellen Gewässern. Ich selber habe sie im September während eines dreiwöchigen Urlaubs auf Ibiza ausgiebig getestet. Um nicht neue Batterien kaufen zu müssen, habe ich die Lampe einfach mit Akkus (Eneloops) betrieben. Die drei AA-Akkus hielten bei mir bei Urlaubstauchgängen wo man ab und zu mal in eine Spalte leuchtet zwischen 3 und 5 Tagen. Wer will kann die Akkus auch täglich nachladen und ist dann auf der sicheren Seite. Die Lichtleistung war auch für diesen Zweck völlig ausreichend.

Fazit: Die TillyTec MPL 500-1000-12 ist vielseitig nutzbar. In Deutschland mit Batterien als zuverlässige Backuplampe, im Urlaub als leichte Lampe für jeden Tag. Daher von uns eine klare Empfehlung!

 

 

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